Eine Welle von Betrugsversuchen durch falsche Polizeibeamte traf gestern das Stadtgebiet. Die Täter gaben sich als Polizisten aus und stellten eine unmittelbare Bedrohung dar.
Mainz: Anrufbetrug durch falsche Polizisten

Mainz (ost)
Am Dienstag gab es eine Serie von Betrugsversuchen durch falsche Polizeibeamte im Stadtgebiet. Die Kriminellen kontaktierten hauptsächlich Personen über 80 Jahre und gaben sich als “Polizei vom Valenciaplatz” oder unter ähnlichen Namen aus. Während des Gesprächs behaupteten die falschen Polizeibeamten, dass Einbrecher in der Nähe festgenommen wurden. Diese hatten eine Liste mit den Adressen der Angerufenen bei sich. Aus diesem Grund wurde den Opfern gesagt, dass Polizeibeamte zu ihnen nach Hause kommen müssten, um ihre Wertgegenstände zu überprüfen und “gegenüberzustellen”.
In den meisten Fällen erkannten die Angerufenen den Betrug, wurden skeptisch, beendeten das Gespräch und informierten dann ihre Angehörigen oder die Polizei.
In einem Fall hatten die Betrüger jedoch Erfolg: Sie bekamen Zugang zu einer Wohnung. Dort stahlen die falschen Polizeibeamten Schmuck und Bargeld im fünfstelligen Bereich. Unter dem Vorwand, die Wertgegenstände im Polizeipräsidium zu überprüfen, nahmen sie sie an sich. Wie erwartet, kamen die Täter danach nicht zurück.
Sprechen Sie mit Ihren Eltern und Großeltern über diese Vorgehensweise. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung. Wenn Sie Zweifel haben, wenden Sie sich an die Polizei – im Notfall auch über den Notruf 110. Die Beamten können in der Regel schnell feststellen, ob es sich um einen echten Polizeibeamten oder einen Betrüger handelt, und Sie telefonisch beraten. Die Polizei wird Sie niemals auffordern, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zur “Überprüfung” herauszugeben oder an Polizeibeamte zu übergeben.
Quelle: Presseportal








