Heiße Sommertage locken zu vermeintlichen Schnäppchen. 65-jährige Frau reagiert vorbildlich und erhält Geld zurück nach Betrug.
Mainz: Betrugsversuch beim Online-Kauf von Klimaanlagen

Mainz (ost)
Mainz / Rheinhessen – In diesen Tagen verleiten die heißen Sommertage viele Menschen dazu, nach einer schnellen Abkühlung für ihr Zuhause zu suchen. Dieses Bedürfnis nutzen Online-Betrüger gezielt aus, um mit angeblichen Schnäppchen Profit zu machen.
Im Juni wurde eine 65-jährige Frau aus Rheinhessen durch eine Werbeanzeige im sozialen Netzwerk „Facebook“ auf einen Anbieter für Klimageräte aufmerksam. Angezogen von dem günstigen Preis bestellte sie über einen bereitgestellten Link zwei Geräte und zahlte den Betrag direkt über den Online-Bezahldienst PayPal.
Allerdings kamen kurz nach dem Kauf Zweifel auf: Die erhaltene Bestellbestätigung wirkte nicht seriös. Die Frau reagierte sofort und begann mit einer eigenen Recherche im Internet. Das Ergebnis bestätigte ihren Verdacht: Viele Erfahrungsberichte anderer Nutzer entlarvten den Shop als betrügerisches Netzwerk, das überhaupt keine Ware besitzt.
Die 65-Jährige handelte vorbildlich: Sie dokumentierte alle Informationen, stellte sofort einen Antrag auf PayPal-Käuferschutz und erhielt ihr Geld vollständig zurück.
Auch wenn der finanzielle Ausgang positiv war, erstattete sie konsequent eine Strafanzeige bei der Polizei, um den Betrügern das Handwerk zu legen. Diese Tat beschäftigte sie fast drei Wochen lang, die von Unsicherheit geprägt waren.
Die Polizei warnt und gibt folgende Ratschläge: Betrüger schalten oft professionell aussehende Werbeanzeigen auf Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok, die auf sogenannte „Fakeshops“ verlinken.
Wenn ein Angebot deutlich unter dem üblichen Marktpreis liegt, ist besondere Vorsicht geboten.
Vor einer Bestellung sollten Sie unbekannte Online-Shops überprüfen. Achten Sie auf ein vollständiges Impressum (inklusive Handelsregistereintrag und Ansprechpartner) sowie auf Bewertungen auf unabhängigen Portalen.
Verwenden Sie Bezahldienste mit Käuferschutz oder zahlen Sie per Rechnung. Vermeiden Sie Vorkasse-Überweisungen oder Zahlungen an Fremde ohne Käuferschutz (z. B. PayPal „Freunde & Familie“).
Falls Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, sichern Sie alle Belege (Bestellbestätigung, Zahlungsnachweise, Chatverläufe), kontaktieren Sie sofort Ihren Zahlungsdienstleister und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – auch wenn Sie Ihr Geld bereits zurückerhalten haben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website polizei-beratung.de oder https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/e-commerce/ oder bei Verbraucherzentralen.
Quelle: Presseportal







