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Mainz: Erpressungsversuche mit Künstlicher Intelligenz

Kriminelle nutzen KI, um Menschen unter Druck zu setzen und Geld zu erlangen. Opfer erhält manipuliertes Video, bleibt standhaft und erleidet keinen finanziellen Schaden.

Foto: unsplash

Mainz (ost)

Die Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) eröffnet neue Chancen und wird auch von Kriminellen zunehmend missbraucht. Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie KI gezielt eingesetzt wird, um Menschen zu bedrohen und Geld zu erpressen.

Ein Opfer lernte über eine Online-Plattform eine vermeintliche Frau kennen. Im Laufe der Zeit forderte sie ihn auf, Geld in Form von Guthaben- oder Zahlungskarten zu überweisen. Als der Mann die Forderung ablehnte, änderte die Täterin ihre Strategie.

Kurze Zeit später erhielt das Opfer ein offensichtlich mit Künstlicher Intelligenz erstelltes Video. In diesem wurde in einer gefälschten Nachrichtensendung vor ihm gewarnt, unter Verwendung eines Bildes seines Gesichts.

Daraufhin drohte die Unbekannte, das Video zu veröffentlichen und den Mann wegen angeblichen Betrugs bei der Polizei anzuzeigen, falls er ihrer Geldforderung nicht nachkäme.

Das Opfer ließ sich nicht einschüchtern, zahlte nicht und erstattete Anzeige bei der Polizei. Es entstand kein finanzieller Schaden. Nach aktuellem Kenntnisstand wurde das manipulierte Video nicht veröffentlicht.

Es wird darauf hingewiesen, dass Kriminelle vermehrt auf KI-basierte Technologien zurückgreifen. Mit wenig Aufwand können täuschend echte Bilder, Stimmen oder Videos erstellt werden, um Menschen zu bedrohen oder unter Druck zu setzen. Oft reicht bereits ein Foto oder ein kurzer Videoclip aus sozialen Netzwerken oder Messenger-Diensten.

Die technologische Entwicklung bietet viele neue Möglichkeiten, wird aber auch zunehmend von Kriminellen missbraucht. Diese Entwicklung wird aufmerksam beobachtet und die Bevölkerung wird dazu aufgefordert, insbesondere bei Geldforderungen und digitalen Bedrohungen wachsam zu sein. Wer unsicher ist, sollte sich frühzeitig an die Polizei wenden und sich beraten lassen.

Quelle: Presseportal

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