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Mainz: Gebrauchte E-Autos sicher kaufen

Batteriezustand, Reichweite und Betrugssignale prüfen vor Vertragsabschluss. Initiative ISAK gibt praktische Tipps für Kaufinteressierte.

Symbolbild: LKA RLP
Foto: Presseportal.de

Mainz (ost)

Gebrauchte Elektroautos werden von vielen potenziellen Käufern immer stärker in Betracht gezogen. Es ist jedoch oft schwierig, den Batteriezustand, die Ladehistorie und die realistische Reichweite einzuschätzen – und genau diese Faktoren bestimmen, ob ein Fahrzeug langfristig für die eigene Mobilität geeignet ist. Die Initiative “Sicherer Autokauf im Internet” (ISAK) bietet praxisnahe Orientierung und zeigt, welche Fragen Kaufinteressierte vor Vertragsabschluss stellen sollten.

1. Erfragen Sie den Batteriezustand aktiv:

Die Batterie ist ein zentrales Bauteil eines Elektroautos und ihr Zustand ist von außen nicht sichtbar. Ein Batterie-Zertifikat oder ein Nachweis über den “State of Health” schafft Transparenz.

2. Hinterfragen Sie die Reichweite und Ladevorlieben:

Die vom Hersteller angegebene WLTP-Reichweite sollte realistisch eingeschätzt werden: Fahrweise, Außentemperatur sowie Heizung oder Klimaanlage beeinflussen die tatsächliche Reichweite erheblich. Als batterieschonend gilt ein Ladebereich zwischen 20 und 80 Prozent. Kaufinteressierte sollten konkret fragen: Wie weit ist das Fahrzeug im Alltag gekommen? Wie wurde es hauptsächlich geladen? Wurde der Akku regelmäßig sehr voll oder sehr leer gefahren? Zusätzlich: Ist das Fahrzeug schnellladefähig und welche Ladeleistung unterstützt es an AC- und DC-Ladepunkten?

3. Prüfen Sie die Batterie-Garantie, Wartung und den Kaufvertrag:

Viele Hersteller gewähren eine Batterie-Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern – meist greift sie, wenn die nutzbare Kapazität unter 70 Prozent fällt. Die genauen Bedingungen variieren je nach Hersteller und Modell. Kaufinteressierte sollten überprüfen: Wie viel Restgarantie besteht noch? Ist sie auf Folgebesitzer übertragbar? Welche Voraussetzungen – wie eine lückenlose Wartungshistorie – gelten? Relevante Informationen sollten schriftlich festgehalten werden. Der ADAC bietet zum Beispiel eine kostenlose Kaufvertragsvorlage für gebrauchte Elektrofahrzeuge an.

4. Prüfen Sie die Ausstattung, Ladeleistung und Zubehör:

Neben der Batterie bestimmt auch die Ausstattung den Alltagsnutzen: Navigationsgerät mit Ladeplanung, Sitz- oder Lenkradheizung und Wärmepumpe sind besonders gefragt. Kaufinteressierte sollten auch überprüfen, ob alle Ladekabel und Zubehörteile vollständig vorhanden sind und ob Serviceheft, Prüfprotokolle und bekannte Mängel, Rückrufe oder technische Änderungen offengelegt wurden.

5. Achten Sie auf Betrugssignale:

Auch beim Onlinekauf gebrauchter Elektrofahrzeuge sollten Kaufinteressierte auf typische Betrugssignale achten. Dazu zählen gefälschte Dokumente, Phishing-Mails, verschwiegene Fahrzeughistorien oder die Aufforderung zur Vorkasse. “Bei unrealistisch günstigen Angeboten, fehlender Dokumentation zum Fahrzeug oder der Weigerung, eine unabhängige Prüfung zuzulassen, sollten Kaufinteressierte besonders aufmerksam sein”, erklärt Julia Christiani von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Über die Initiative “Sicherer Autokauf im Internet”: Die Initiative “Sicherer Autokauf im Internet” (ISAK) informiert Verbraucherinnen und Verbraucher über Sicherheitsfragen bei Onlinekäufen, insbesondere über den sicheren Autokauf im Internet. Gemeinsam bieten der ADAC, die Fahrzeugmärkte AutoScout24, Kleinanzeigen und mobile.de sowie die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes konkrete Hilfestellung bei kritischen Situationen oder bei Betrugsverdacht.

Quelle: Presseportal

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