Verkehrsunfälle mit schweren Folgen haben vermeidbare Ursachen. Im Jahr 2025 gab es 139.065 Verkehrsunfälle, aber 158 Menschen starben, ein Anstieg um 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Mainz: Hauptunfallursachen im Fokus

Mainz (ost)
Unfälle im Straßenverkehr mit schwerwiegenden oder sogar tödlichen Folgen haben oft vermeidbare Ursachen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Verkehrsunfallbilanz 2025 weist das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz erneut auf die vier zentralen Hauptunfallursachen hin: Ablenkung, Alkohol und Drogen, überhöhte Geschwindigkeit sowie unzureichender Sicherheitsabstand.
Laut der Verkehrsunfallbilanz der Polizei Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2025 insgesamt 139.065 Verkehrsunfälle erfasst. Dies bedeutet einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt ereigneten sich täglich etwa 380 Verkehrsunfälle. Trotz dieser Entwicklung ist ein deutlicher Anstieg der Verkehrstoten zu verzeichnen: 158 Menschen verloren ihr Leben im Straßenverkehr (2024: 130; +21,5 Prozent).
Die Hauptgründe für schwere Verkehrsunfälle mit Personenschäden bleiben vor allem nicht angepasste Geschwindigkeit und unzureichender Sicherheitsabstand. Darüber hinaus registrierte die Polizei 2.384 Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie 976 Verkehrsunfälle aufgrund von Ablenkung.
Insbesondere das Thema Ablenkung stellt eine weiterhin erhebliche und oft unterschätzte Gefahr dar. Die Nutzung von Smartphones und anderen digitalen Medien während der Fahrt führt zu erheblichen Verzögerungen bei Reaktionen und erhöht deutlich das Unfallrisiko.
Auch Alkohol- und Drogeneinfluss bleiben ein zentrales Problem im Straßenverkehr. Schon geringe Mengen können Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und Entscheidungsverhalten negativ beeinflussen. Die Polizei ahndet entsprechende Verstöße konsequent.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Geschwindigkeit. Wer schneller fährt als erlaubt oder die Geschwindigkeit nicht den Straßen-, Verkehrs- oder Witterungsverhältnissen anpasst, erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls, sondern auch die Schwere der Unfallfolgen.
Auch der Sicherheitsabstand spielt eine entscheidende Rolle. Zu geringer Abstand ist eine häufige Ursache für Auffahrunfälle, die oft schwerwiegende Folgen haben.
Besorgniserregend ist auch der Anstieg der Gesamtunfallzahlen bei Kindern und älteren Menschen. Junge Fahrer sind weiterhin überproportional häufig in Verkehrsunfälle verwickelt und haben öfter Unfälle als andere Altersgruppen.
Die Polizei Rheinland-Pfalz setzt weiterhin auf intensive Verkehrsüberwachung, insbesondere durch Geschwindigkeitskontrollen, und verstärkte Ahndung von Ablenkung am Steuer. Präventionsarbeit bleibt ein zentraler Bestandteil der Verkehrssicherheitsstrategie. Programme für Kinder, junge Fahrer und ältere Menschen sowie für Radfahrer, Pedelec-, E-Scooter- und Motorradfahrer werden kontinuierlich verbessert.
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz ruft alle Verkehrsteilnehmer auf:
Weitere Informationen zur Verkehrsunfallstatistik finden Sie unter: https://www.polizei.rlp.de/service/statistiken/verkehrsstatistik
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur 19296 waren. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle sank ebenfalls von 18308 auf 17709. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 15189 relativ konstant, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen höher war als der der weiblichen Verdächtigen. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 19.832 | 19.296 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 18.308 | 17.709 |
| Anzahl der Verdächtigen | 15.296 | 15.189 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 13.125 | 12.968 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.171 | 2.221 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.396 | 3.798 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon entfallen 13630 Unfälle auf Personenschäden, was 9.72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5625 Fälle aus, was 4.01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0.64% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120009 Fälle, was 85.62% ausmacht. Innerorts wurden 9397 Unfälle (6.7%) verzeichnet, außerorts (ohne Autobahnen) 6632 Unfälle (4.73%) und auf Autobahnen 1554 Unfälle (1.11%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 134, Schwerverletzte 2545 und Leichtverletzte 14904.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








