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Mainz: Illegale Werbeanrufe mit angeblichem Verkauf von Blindenwaren

Das Deutsche Blindenhilfswerk warnt vor unerlaubten Werbeanrufen, bei denen Anrufende zum Kauf von Blindenwaren drängen. Seriöse Anbieter von Blindenwaren sollten vor einem Kauf überprüft werden.

Symbolbild: LKA RLP
Foto: Presseportal.de

Mainz (ost)

Das Deutsche Blindenhilfswerk warnt derzeit vor unerlaubten Telefonanrufen, bei denen Anrufer vorgeben, Vertreter von Blindenwerkstätten oder Blindenhilfsorganisationen zu sein und zum Kauf von sogenannten Blindenwaren zu drängen. Es gibt immer wieder Berichte von Bürgern über telefonische Verkaufsangebote, bei denen emotionaler Druck ausgeübt wird oder der Eindruck entsteht, dass der Kauf blinden oder sehbehinderten Menschen direkt zugute kommt.

In der Tat handelt es sich bei vielen dieser Anrufe um unerlaubte Telefonwerbung. Seriöse Blindenwerkstätten oder Blindenhilfsorganisationen führen keine Werbeanrufe ohne die ausdrückliche Einwilligung des Angerufenen durch. Wenn Sie unaufgefordert telefonisch zum Kauf von Waren oder Dienstleistungen aufgefordert werden, müssen Sie das Gespräch nicht fortsetzen.

Das LKA Rheinland-Pfalz weist ausdrücklich darauf hin, dass es durchaus seriöse Anbieter von Blindenwaren gibt. Verbraucher sollten jedoch vor einem Kauf sicherstellen, mit wem sie tatsächlich sprechen. Informationen zu staatlich anerkannten Blindenwerkstätten bietet der Bundesverband staatlich anerkannter Blindenwerkstätten e.V.

So können Sie sich schützen:

Wenn Sie telefonisch zum Kauf gedrängt wurden und danach eine Auftragsbestätigung oder Rechnung erhalten, obwohl Sie keinen Kaufvertrag abschließen wollten, widerrufen Sie den Vertrag sofort schriftlich innerhalb der gesetzlichen Frist. Wenn Sie trotz eines Widerrufs weiterhin zur Zahlung aufgefordert werden oder von einem Inkassounternehmen kontaktiert werden, wenden Sie sich an die Polizei oder an eine Verbraucherzentrale.

Weitere Informationen zu staatlich anerkannten Blindenwerkstätten finden Sie beim Bundesverband staatlich anerkannter Blindenwerkstätten e. V.

Quelle: Presseportal

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