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Mainz-Mombach: Gefahren durch E-Scooter und Motorroller in Mainz

Die Polizei warnt vor Risiken im Straßenverkehr und berichtet über Unfälle mit schweren Verletzungen und Diebstählen.

Foto: Depositphotos

Mainz (ost)

Ob Trinken und Drogenkonsum, Unaufmerksamkeit oder Diebstahl: Die Ereignisse der letzten Tage im Stadtgebiet Mainz zeigen die Risiken und Gefahren, die mit der Nutzung von E-Scootern und Motorrollern verbunden sind. Die Polizei Mainz warnt eindringlich davor, die Gefahren im Straßenverkehr zu unterschätzen.

Früh am Samstagmorgen, 15.08.2026, um 04:23 Uhr, fuhr ein 35-jähriger Mann mit einem E-Scooter die Rheinallee entlang. Möglicherweise aufgrund von Alkohol im Blut geriet er zu weit nach rechts und stieß gegen das Rücklicht eines geparkten Fahrzeugs. Der Fahrer stürzte schwer und wurde bewusstlos auf der Straße gefunden. Er brach sich unter anderem einen Finger und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Blutprobe wurde angeordnet.

Schon am Freitagabend, 14.08.2026, um 21:20 Uhr, verunglückte ein 25-jähriger E-Scooter-Fahrer auf der Alicenbrücke. Als er während der Fahrt zurückblickte, prallte er gegen eine Baustellenabsperrung und stürzte über das Lenkrad. Der Mann schlug unglücklich mit dem Gesicht auf die Straße, verlor einen Zahn und verletzte sich am Kinn.

Ebenfalls am Freitag, 14.08.2026, um 17:00 Uhr, fuhr eine 26-jährige E-Scooter-Fahrerin die Weberstraße entlang und wurde von einem Auto überholt. Der Fahrer des Autos hielt nicht den erforderlichen Seitenabstand ein, so dass es zu einer Berührung zwischen dem Auto und dem E-Scooter kam. Die Fahrerin verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug und stürzte. Sie verletzte sich an den Beinen und an der Hüfte. Der Autofahrer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um die Gestürzte zu kümmern.

In der Nacht zum Montag, 17.08.2026, kontrollierten Polizeibeamte um 02:35 Uhr einen 22-jährigen E-Scooter-Fahrer in der Bahnhofstraße. Das Fahrzeug hatte keine erforderliche Versicherung. Außerdem zeigte der Fahrer deutliche Anzeichen von Cannabiskonsum. Ein Vortest war positiv auf THC. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen und der E-Scooter wurde vorsorglich sichergestellt.

Auch Motorroller im Blickpunkt: Stürze nach Diebstahl und Fahrerflucht

In der Nacht zum Sonntag, 16.08.2026, stahlen zwei bisher unbekannte Täter einen Motorroller auf einem Grundstück in der Heinrich-von-Gagern-Straße in Mainz-Oberstadt. Beim Wenden stießen die Unbekannten mit dem Roller gegen einen geparkten VW Passat. Durch den Aufprall wurden Anwohner aufmerksam. Die Täter flüchteten dann zu Fuß vom Unfallort.

Am Sonntagabend, 16.08.2026, um 21:39 Uhr, beobachteten Zeugen in der Hauptstraße in Mainz-Mombach zwei Jugendliche mit zwei Motorrollern, von denen einer stürzte. Die Unbekannten ließen den beschädigten und nicht verkehrstüchtigen Roller auf einem Parkplatz zurück und flüchteten gemeinsam auf dem zweiten Roller. Der Besitzer des gestohlenen Fahrzeugs konnte ermittelt werden. Am Unfallort wurden Spuren und Gegenstände zur Beweissicherung gesichert.

Die Polizei Mainz weist ausdrücklich darauf hin:

Beachten Sie die Promillegrenzen: Für E-Scooter gelten dieselben absoluten und relativen Promillegrenzen wie für Autofahrer. Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss führt zum Entzug der Fahrerlaubnis und zu strafrechtlichen Konsequenzen.

Volle Konzentration: Ablenkung führt bei Zweirädern, insbesondere E-Scootern, sofort zu schweren Stürzen.

Überprüfen Sie den Versicherungsschutz: E-Scooter dürfen nur mit einem gültigen Versicherungsnachweis im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden.

Wer Informationen zu den genannten Fällen oder den flüchtigen Beteiligten geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Mainz 1 unter der Rufnummer 06131/65-34150 oder der Polizeiinspektion Mainz 2 unter der Rufnummer 06131/65-34250 in Verbindung zu setzen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Autodiebstählen in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Autodiebstahlraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 blieben relativ konstant. Im Jahr 2022 wurden 832 Fälle registriert, wovon 418 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 435, darunter 391 Männer und 44 Frauen. 139 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 830 Fälle von Autodiebstahl gemeldet, wovon ebenfalls 418 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg leicht auf 439, wobei 399 Männer und 40 Frauen darunter waren. 165 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die meisten Autodiebstähle in Deutschland mit 7781 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 832 830
Anzahl der aufgeklärten Fälle 418 418
Anzahl der Verdächtigen 435 439
Anzahl der männlichen Verdächtigen 391 399
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 44 40
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 139 165

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon entfallen 13630 auf Unfälle mit Personenschaden, was 9.72% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5625 Unfälle aus, was 4.01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 897, was 0.64% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120009, was 85.62% entspricht. In der Ortslage innerorts gab es 9397 Unfälle (6.7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6632 Unfälle (4.73%) und auf Autobahnen 1554 Unfälle (1.11%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 134, Schwerverletzte 2545 und Leichtverletzte 14904.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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