Die Polizei mahnt zu verantwortungsvollem Verhalten bei illegalen Autorennen und überhöhten Geschwindigkeiten am Karfreitag. Bußgelder, Punkte und Fahrerlaubnisentzug drohen bei Verstößen.
Mainz: Polizei warnt vor „Car Friday“

Mainz (ost)
Die deutschlandweite Tuningszene hat den Karfreitag seit einigen Jahren als „Car Friday“ etabliert und markiert damit traditionell den Beginn der Tuning-Saison. Insbesondere in der Nähe des Nürburgrings, einer der berühmtesten Motorsportstätten Deutschlands, zog die Veranstaltung in der Vergangenheit viele Besucher an. Für den kommenden Karfreitag werden erneut viele Auto-Enthusiasten erwartet, die ihre leistungsstarken und individuell gestalteten Fahrzeuge präsentieren.
Neben der Begeisterung für Technik und Design gibt es bei solchen Treffen jedoch immer wieder problematische Begleiterscheinungen – vor allem illegale Autorennen, überhöhte Geschwindigkeiten und unnötige Lärmbelästigungen.
Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass illegale Kraftfahrzeugrennen gemäß § 315d Strafgesetzbuch verboten sind. Es spielt keine Rolle, über welche Distanz ein Rennen stattfindet. Sowohl geplante als auch spontane Rennen erfüllen den Straftatbestand. Auch Personen, die solche Rennen organisieren, machen sich strafbar.
Die Konsequenzen für Verstöße sind erheblich: Neben hohen Geldstrafen und Punkten im Fahreignungsregister drohen der Entzug der Fahrerlaubnis sowie die Beschlagnahmung des Fahrzeugs. Bei Personenschäden infolge eines illegalen Rennens können Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren verhängt werden.
Vor diesem Hintergrund appelliert die Polizei an alle Mitglieder der Tuning-Szene und alle Verkehrsteilnehmenden, sich verantwortungsbewusst zu verhalten und die geltenden Verkehrsregeln zu befolgen:
In Rheinland-Pfalz wird die Polizei über die Osterfeiertage verstärkt Kontrollen durchführen, um Verstöße konsequent zu ahnden.
Zusätzlich verweist das Landeskriminalamt auf die App der Kampagne TUNE IT! SAFE!, die als nützlicher Leitfaden für sicheres und regelkonformes Fahrzeugtuning dient. Weitere Informationen sind unter: https://www.tune-it-safe.de verfügbar.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon sind 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 4,01% aus, was 5.625 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 897, was 0,64% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120.009, was 85,62% entspricht. Innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Dabei gab es insgesamt 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








