Polizeibeamte erkennen Fahrer mit überhöhtem Tempo und typischen Ausfallerscheinungen. Sofortige Verkehrskontrolle führt zur Feststellung von über 2 Promille Alkohol im Blut.
Mainz: Polizeiarbeit am Fallbeispiel

Mainz (ost)
Die Polizei achtet im fließenden Verkehr ständig auf auffälliges Fahrverhalten. Neben kleinen Regelverstößen, die normalerweise ohne Konsequenzen bleiben, gibt es Verhaltensweisen, die auf den Konsum von Drogen oder Alkohol hinweisen – und sofortiges Eingreifen erfordern.
Ein solches Fallbeispiel ereignete sich in der vergangenen Nacht in der Mainzer Innenstadt:
Ein Fahrer wurde zuerst von einer Streife wegen erheblich überhöhter Geschwindigkeit bemerkt. Überhöhte Geschwindigkeit ist oft ein erstes Anzeichen für eine alkoholbedingte Enthemmung. Während der kurzen Verfolgung beobachteten die Einsatzkräfte weitere typische Ausfallerscheinungen: Das Fahrzeug fuhr in Schlangenlinien und hielt an einer roten Ampel erst deutlich nach der Haltelinie an. Als die Ampel auf Grün schaltete, blieb der Fahrer noch mehrere Sekunden stehen, bevor er losfuhr.
Diese Auffälligkeiten und die verzögerte Reaktionszeit deuten auf eine alkoholbedingte Dämpfung des zentralen Nervensystems hin. Wahrnehmung, Motorik und Handlungskontrolle sind in diesem Zustand stark beeinträchtigt.
Polizisten erkennen solche Verhaltensmuster oft innerhalb weniger Sekunden. Um Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer schnell zu minimieren, wird in solchen Fällen sofort eine Verkehrskontrolle durchgeführt.
Auch in diesem Fall wurde das Fahrzeug von der Streife gestoppt. Bei der Kontrolle wurde starker Alkoholgeruch festgestellt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2 Promille. Dem Fahrer wurde auf der Dienststelle eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde eingezogen und ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) eingeleitet.
(Hinweis: Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte und des Ermittlungsverfahrens wurden die Personen- und Ortsdaten für dieses Fallbeispiel anonymisiert.)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle registriert, wovon 18308 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 15296, darunter 13125 Männer, 2171 Frauen und 3396 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 19296 Fälle gemeldet, von denen 17709 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 15189, darunter 12968 Männer, 2221 Frauen und 3798 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zur Region Nordrhein-Westfalen, die mit 73917 Fällen die meisten Drogenfälle in Deutschland im Jahr 2023 verzeichnete, sind die Zahlen in Rheinland-Pfalz deutlich niedriger.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 19.832 | 19.296 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 18.308 | 17.709 |
| Anzahl der Verdächtigen | 15.296 | 15.189 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 13.125 | 12.968 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.171 | 2.221 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.396 | 3.798 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon endeten 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4,01% der Gesamtzahl aus, was 5.625 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 897 Fällen oder 0,64% vertreten. Die meisten Unfälle, nämlich 85,62%, endeten mit Sachschäden ohne Personenschaden, was 120.009 Unfällen entspricht. Betrachtet man die Unfallorte, ereigneten sich 6,7% der Unfälle innerorts, 4,73% außerorts (ohne Autobahnen) und 1,11% auf Autobahnen. Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte in Rheinland-Pfalz im Jahr 2023.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








