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Mainz: Raub im Hechtsheimer Gewerbegebiet

Ein 82-jähriger Mainzer wurde Opfer eines Trickdiebstahls, der in eine räuberische Handlung überging. Die Täter nutzten eine perfide Masche, um den Geschädigten abzulenken und zu bestehlen.

Foto: Depositphotos

Mainz-Hechtsheim (ost)

Am Dienstag, dem 12.05.2026, gegen 17:20 Uhr, ereignete sich im Gewerbegebiet Hechtsheimer in Mainz ein dreister Trickdiebstahl, der zu einem räuberischen Akt eskalierte. Ein 82-jähriger Mainzer wurde von einem Täterduo attackiert, das eine hinterhältige Methode anwandte.

Nach bisherigen Informationen blockierten die Täter zunächst das Auto des Opfers mit ihrem eigenen Fahrzeug und zwangen es zum Anhalten. Ein männlicher Täter sprach dann den älteren Herrn an und verwickelte ihn in ein Gespräch. Unter dem Vorwand, dass sein Vater im Krankenhaus liege und es Tradition sei, Angehörigen zur Genesung ein Geschenk zu überreichen, suchte er die Nähe zum Opfer.

Kurz darauf stieg eine weibliche Komplizin aus dem Wagen der Täter aus und näherte sich ebenfalls dem Geschädigten. In einer inszenierten Dankesgeste versuchten beide Personen, die Hände des Seniors zu küssen, an denen sich Goldringe befanden. Als der 82-Jährige dies unterband, legte ihm der männliche Täter eine wertlose, goldfarbene Kette um den Hals. In diesem Moment der Ablenkung riss der Täter gewaltsam die hochwertige Goldkette vom Hals des Opfers.

Das Duo floh sofort vom Tatort mit einem silbernen Auto. Auffällig war, dass das Fahrzeug ein französisches Kurzzeitkennzeichen hatte. Während der Flucht warfen die Unbekannten die zuvor gestohlene Kette aus dem Fenster zurück zum Opfer. Beim raschen Wegfahren berührten die Täter auch das Auto des Seniors, was zu Sachschaden führte.

Die Ermittlungen sind noch im Gange.

Personen, die Informationen zu diesem Fall haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06131/65-33999 an die Kriminalpolizei Mainz zu wenden.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Räuberieraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 1161 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1304 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 803 auf 867. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 1052 auf 1122, wobei die meisten davon männlich waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.161 1.304
Anzahl der aufgeklärten Fälle 803 867
Anzahl der Verdächtigen 1.052 1.122
Anzahl der männlichen Verdächtigen 951 1.015
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 101 107
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 375 457

Quelle: Bundeskriminalamt

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