Ein über 80-jähriger Fahrer verursachte einen Unfall, bei dem sein Führerschein aufgrund von körperlichen und geistigen Einschränkungen sichergestellt wurde.
Mainz: Senior verliert Führerschein nach Verkehrsunfall

Mainz (ost)
Nachdem er beim Rückwärtsfahren lediglich eine Mauer berührte und beschädigte, wurde der Führerschein eines älteren Unfallverursachers eingezogen.
Um etwa 21:50 Uhr fuhr der über 80-jährige Fahrer eines Autos auf einer Straße in einer rheinhessischen Gemeinde. Aus bisher unbekannten Gründen versuchte er rückwärts in eine einmündende Straße zu fahren, verfehlte jedoch sein Ziel und stieß gegen die Mauer eines Privatgrundstücks. Dabei entstand Sachschaden an der Mauer sowie an seinem Auto. Anwohner wurden auf den Vorfall aufmerksam und informierten daraufhin die Polizei.
Während der Unfallaufnahme zeigte der Fahrer, der aus einem anderen Teil von Rheinland-Pfalz stammt, deutliche körperliche und geistige Beeinträchtigungen gegenüber den aufnehmenden Polizeibeamten. Er konnte dem Gespräch kaum folgen, reagierte nicht angemessen auf Fragen und zeigte Anzeichen von Desorientierung.
Aufgrund der Möglichkeit, dass diese körperlichen Beeinträchtigungen ursächlich für den Unfall gewesen sein könnten, wurde gegen den Fahrer ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Der Führerschein wurde eingezogen; die Weiterfahrt und das Führen von Kraftfahrzeugen wurden ihm vorläufig untersagt.
Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang an ältere Verkehrsteilnehmer und deren Angehörige:
Bitte überprüfen Sie regelmäßig und kritisch Ihre eigene Fahrtauglichkeit oder lassen Sie diese freiwillig von Fachleuten (z. B. durch den Hausarzt oder einen Fahrfitness-Check bei Prüforganisationen/Automobilclubs) beurteilen. Selbstbestimmung im Alter bedeutet auch, Verantwortung für die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zu übernehmen.
(Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Person werden keine weiteren Daten veröffentlicht.)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon entfallen 13630 Unfälle auf Personenschäden, was 9.72% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5625 Fälle aus, was 4.01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0.64% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120009, was 85.62% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 9397 Unfälle (6.7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6632 Unfälle (4.73%) und auf Autobahnen 1554 Unfälle (1.11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2545 Schwerverletzte und 14904 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








