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Mannheim: Verkehrskontrollen in Ludwigshafen – Poser, Tuner, Raser

Polizei bekämpft illegale Fahrzeugveränderungen, stellt 2 Fahrzeuge sicher und leitet 19 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Foto: Depositphotos

Ludwigshafen (ost)

Am Mittwoch, dem 29.05.2026, führten Einsatzkräfte umfangreiche Verkehrskontrollen im Bereich der Polizeidirektion Ludwigshafen durch, um gegen Poser-, Tuner- und Raser-Phänomene in Bezug auf technisch unzulässige Änderungen an Kraftfahrzeugen vorzugehen. An den Kontrollen waren Kräfte der Polizeidirektion Ludwigshafen und des Polizeipräsidiums Mannheim beteiligt.

Während der Kontrollen überprüften die Polizeikräfte 77 Fahrzeuge und stellten 51 Verstöße fest, darunter sechs Straftaten. In zehn Fällen wurden technische Änderungen an Fahrzeugen festgestellt, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Zwei Fahrzeuge wurden zur Erstellung eines technischen Gutachtens beschlagnahmt. In vier Fällen wurden Fahrer wegen unnötigen Lärms (“Posing”) bestraft. Darüber hinaus wurden 19 weitere Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, unter anderem wegen der Nutzung von technischen Geräten während der Fahrt oder nicht angelegter Gurte.

Bei zwei Fahrern ergaben sich während der Kontrolle Hinweise auf möglichen Drogenkonsum. Den Personen wurden Blutproben entnommen. Gegen eine Person wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, während die andere Person Ausfallerscheinungen zeigte, was zu einer Straftat führte. Außerdem hatte diese Person keine gültige Fahrerlaubnis, was zu einer weiteren Strafanzeige führte.

Warum kontrolliert die Polizei getunte Fahrzeuge? Viele Fahrzeugbesitzer ändern ihre Fahrzeuge, um sie optisch oder technisch individuell anzupassen. Dabei wird oft übersehen, dass nicht jede Änderung erlaubt ist. Nicht genehmigte Umbauten können zur Erlöschung der Betriebserlaubnis führen. Fahrzeuge ohne gültige Betriebserlaubnis dürfen nicht am Straßenverkehr teilnehmen und der Versicherungsschutz kann entfallen.

Besonders problematisch sind nicht geprüfte oder nicht zugelassene Fahrzeugteile. Unsachgemäße oder unzulässige Umbauten können erhebliche Gefahren für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer darstellen und im schlimmsten Fall zu schweren Verkehrsunfällen führen. Die Polizei unterscheidet zwischen legalem und illegalem Fahrzeugtuning sowie dem durch verkehrswidriges Verhalten ausgelösten “Posen”. “Poser” verwenden oft unveränderte, aber leistungsstarke Sportwagen oder Motorräder, die durch unnötiges Aufdrehen des Motors, riskantes Fahren oder gezielten Lärm auffallen und andere Verkehrsteilnehmer und Anwohner belästigen oder gefährden.

Die Polizei führt regelmäßig Schwerpunktkontrollen in diesen Bereichen durch, einschließlich tiefergelegter Fahrzeuge, technischer Änderungen und Geräuschentwicklung. Festgestellte Verstöße werden konsequent verfolgt und in schwerwiegenden Fällen kann auch ein Fahrzeug beschlagnahmt werden. Bei solchen Verstößen sind Fahrverbote bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis möglich.

Hinweise für Fahrzeugbesitzer: Wenn Sie Änderungen an Ihrem Fahrzeug vornehmen möchten, sollten Sie sich vorher bei anerkannten Kfz-Prüfstellen informieren. Dort können geplante Umbauten überprüft und gegebenenfalls abgenommen werden. Weitere Informationen zum sicheren und legalen Fahrzeugtuning bietet die Initiative “Tune it! Safe!” unter www.tune-it-safe.de.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon waren 13630 Unfälle mit Personenschaden, was 9.72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5625 Fälle aus, was 4.01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0.64% entspricht. Die meisten Unfälle waren jedoch Übrige Sachschadensunfälle mit 120009 Fällen, was 85.62% entspricht. Innerorts gab es 9397 Unfälle (6.7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6632 Unfälle (4.73%) und auf Autobahnen 1554 Unfälle (1.11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2545 Schwerverletzte und 14904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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