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Mittelbach: Polizei Zweibrücken verstärkt Kontrollen gegen Hauptunfallursache Speed

In der vergangenen Woche beteiligte sich die Polizei an der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche „Speed“. Über 700 Fahrzeuge wurden gemessen, 106 Verkehrsteilnehmer fielen mit zu hoher Geschwindigkeit auf.

Foto: unsplash

Zweibrücken (ost)

In der vergangenen Woche war das Polizeipräsidium Westpfalz Teil der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche „Speed“ (wir berichteten: https://s.rlp.de/WGo2T3Y). Daran beteiligte sich auch die Polizei in der Rosenstadt.

Die Beamten waren von Montag bis Sonntag zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten in unterschiedlichen Bereichen der Südwestpfalz zur Geschwindigkeitsmessung unterwegs. Genutzt wurden jedoch keine stationären Messanlagen, sondern bewegliche Lasermessgeräte mit denen die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge flexibel an unterschiedlichen Messpunkten erfasst werden können. Bei den elf verschiedenen Kontrollörtlichkeiten im Bereich Zweibrücken handelte es sich überwiegend um Stellen, die aufgrund wiederholter Hinweise und Anliegen aus der Bevölkerung in den Fokus verkehrspolizeilicher Maßnahmen gerückt sind. Hierbei handelte es sich unter anderem um die Gottlieb-Daimler-Straße, die Homburger Straße sowie die Altheimer Straße in Mittelbach. Zudem wurde auch das Tempolimit von 30 km/h in der Rosengartenstraße am Übergang zur Fußgängerzone, der Vogelgesangstraße im Bereich des Hauptfriedhofs sowie in der Römerstraße im Bereich der dortigen Schule gemessen. In allen diesen Bereichen herrscht regelmäßig ein hohes Aufkommen an Fußgängern, die durch überhöhte Geschwindigkeiten gefährdet werden könnten. Am Hauptaktionstag, dem sogenannten „Speedmarathon“ am Mittwoch, war die Polizei Zweibrücken an drei unterschiedlichen Kontrollstellen im Einsatz.

Durch die Einsatzkräfte wurden im Laufe der Woche über circa 700 Fahrzeuge gemessen. Davon fielen 106 Verkehrsteilnehmer mit einer zu hohen Geschwindigkeit auf. Der negative Spitzenreiter wurde am Donnerstag in der Landauer Straße gemessen. Bei erlaubten 50 km/h war der Mann mit erstaunlichen 83 km/h unterwegs. Annähernd so schnell waren auch zwei weitere Fahrer, die am Freitag mit 82 km/h in der Steinhauser Straße und mit 77 km/h in der Homburger Straße gemessen wurden. Auf alle beanstandeten Fahrer kamen entsprechende Verwarnungs- bzw. Bußgelder zu.

ROADPOL ist ein Netzwerk von Verkehrspolizeien aus den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Der Zusammenschluss hat sich das Ziel gesetzt, die Zahl der Toten und Schwerverletzten auf europäischen Straßen zu minimieren – mit dem Blick auf die „Vision Zero“, also das Ziel, die Zahlen bis auf 0 herunter zu reduzieren.

Auch außerhalb der Kontrollwoche „Speed“ legt die Polizei in der Rosenstadt ganzjährlich ihr Augenmerk auf die Einhaltung der entsprechenden Geschwindigkeitsbegrenzungen. Überhöhte Geschwindigkeit zählt nach wie vor zu den Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle, bei denen auch nicht selten Insassen schwere Verletzungen davontragen. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin: „Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, kann einen großen Teil dazu beitragen, die Straßen sicherer zu machen.“ |pizw

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon sind 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5.625 Fälle aus, was 4,01% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 897 Fällen oder 0,64% vertreten. Die übrigen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120.009, was 85,62% ausmacht. Innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 (1,11%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 134, Schwerverletzte 2.545 und Leichtverletzte 14.904.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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