Eine 68-jährige Pkw-Fahrerin fuhr ungebremst in ein Havariebecken einer Biogasanlage. Ein Bauarbeiter rettete die Insassen, darunter zwei Kinder, unverletzt aus dem versunkenen Fahrzeug.
Morscheid: PKW landet in Havariebecken

Morscheid (ost)
Am Mittwoch, den 30. September 2026, ereignete sich gegen 13:30 Uhr in Morscheid ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall. Aufgrund von Bauarbeiten auf der Hauptstraße in Richtung Bonerath musste eine 68-jährige Autofahrerin im Bereich der Biogasanlage anscheinend kurzzeitig anhalten. Möglicherweise aufgrund eines Missverständnisses fuhr sie auf das Privatgelände und übersah dabei ein etwa 2 bis 2,5 Meter tiefes Havariebecken. Aus bisher ungeklärten Gründen fuhr sie ungebremst in das Becken hinein. Ein anwesender Bauarbeiter reagierte schnell, sprang dem Fahrzeug hinterher und half der Fahrerin aus dem Auto. Ihr Sicherheitsgurt war verklemmt, sodass sie sich nicht selbst befreien konnte. Glücklicherweise öffneten sich beim Eintauchen des Fahrzeugs alle Fenster sowie die Kofferraumklappe. Dadurch konnten die beiden sieben und neun Jahre alten Kinder eigenständig durch ein Fenster den bereits versunkenen Wagen verlassen. Dank des beherzten Eingreifens des Bauarbeiters konnte auch die Fahrerin unverletzt gerettet werden. Am Auto entstand vermutlich ein wirtschaftlicher Schaden von etwa 10.000 Euro. Später wurde das Auto mit einem Kran aus dem Havariebecken geborgen. Die Arbeiten an der Unfallstelle konnten gegen 18:30 Uhr abgeschlossen werden. Da die Fahrerin angab, über das Gelände der Biogasanlage geführt worden zu sein, kann ein Missverständnis derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei Schweich bittet daher insbesondere Zeugen, die zur Unfallzeit ebenfalls über das Gelände der Biogasanlage geführt wurden oder entsprechende Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 06502/91570 zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon entfallen 13.630 Unfälle auf Personenschäden, was 9,72% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschäden machen 5.625 Fälle aus, was 4,01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 897, was 0,64% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120.009, was 85,62% entspricht. Innerorts ereigneten sich 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 (1,11%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 134, Schwerverletzte 2.545 und Leichtverletzte 14.904.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 140.161 |
| Unfälle mit Personenschaden | 13.630 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 5.625 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 897 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 120.009 |
| Ortslage – innerorts | 9.397 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 6.632 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.554 |
| Getötete | 134 |
| Schwerverletzte | 2.545 |
| Leichtverletzte | 14.904 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








