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Polizei Mainz intensiviert Kontrollmaßnahmen an der Kaiserstraße

Nach intensivierten Kontrollmaßnahmen im Winter, erhöht die Polizei Mainz im Frühjahr den Druck zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität.

Foto: unsplash

Mainz (ost)

Die dunkle Jahreszeit endet und die Kriminaldirektion und die Polizeidirektion Mainz kündigen an, ihre Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität im Bereich der Kaiserstraße zu intensivieren, zwei Monate früher als zuvor. Trotz der Aufrechterhaltung der polizeilichen Präsenz über die Wintermonate soll der Kontrolldruck durch die speziell eingerichtete Ermittlungsgruppe – EG-Szene, nun wieder das hohe Niveau des erfolgreichen Vorjahres erreichen.

Rückblick auf die Wintermonate

In den vergangenen Monaten waren aufgrund des Wetters zwar weniger polizeilich relevante Personen im öffentlichen Raum, dennoch wurde die Kontrollintensität nur leicht reduziert. Das Fachkommissariat nutzte diese Zeit für gezielte Maßnahmen und Hintergrundrecherchen zur weiteren Offenlegung der erkannten Abläufe und Strukturen.

Erfolgsbilanz 2025 als Maßstab

Die Zahlen des letzten Jahres (Mai bis November 2025) belegen die Wirksamkeit dieser konsequenten Strategie. Die Bilanz der EG Szene unterstreicht die Notwendigkeit der fortgesetzten Präsenz:

Maßnahme / Deliktbereich Ergebnis 2025

Personenkontrollen: Über 1.800 (93 % polizeibekannt) Strafanzeigen: 171 (über 80 % wegen Btm-Handel) Sicherstellungen: Betäubungsmittel, insbesondere Kokain und Amphetamin sowie Cannabisprodukte in nicht geringen Mengen 42 Waffen (Messer, Pfefferspray) Haftbefehle: 15 vollstreckte Haftbefehle Durchsuchungen: 10 Wohnungsdurchsuchungen Gefahrenabwehr: 366 Platzverweise, 28 Aufenthaltsverbote

Die Maßnahmen hatten besonders positive Auswirkungen auf die Begleitkriminalität: Im Vergleich zum Vorjahr 2024 wurde ein Rückgang von sonstigen polizeilichen Anlässen um rund 24 Prozent festgestellt. Insbesondere bei Eigentumsdelikten, also Diebstählen und Taschendiebstählen, wurde ein Rückgang um etwa 32 % und bei Körperverletzungsdelikten um rund 29 % verzeichnet.

Ausblick: Frühjahrsoffensive 2026

Um den Sicherheitsgewinn für die Bürgerinnen und Bürger zu erhalten, wird die Polizei Mainz ab sofort verstärkt vor Ort sein. Unterstützt durch Kräfte des PP ELT, Abteilung Bereitschaftspolizei, liegt der Fokus weiterhin auf der Bekämpfung der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität.

„Die Zahlen aus 2025 zeigen, dass unsere Strategie der Nulltoleranz Früchte trägt. Mit dem Beginn des Frühlings werden wir den Kontrolldruck wieder erhöhen, um den illegalen Handel sowie Gewalt- und Eigentumsdelikte bereits im Keim zu ersticken“, so die Einsatzleitung.

Das Ziel bleibt unverändert: Die Aufdeckung von Verstößen und die nachhaltige Steigerung des Sicherheitsgefühls der Mainzer Bevölkerung im Bereich der Kaiserstraße und der angrenzenden Quartiere.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 19296 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 18308 auf 17709. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 15189 relativ konstant, wobei der Anteil männlicher Verdächtiger höher war als der weiblicher Verdächtiger. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 19.832 19.296
Anzahl der aufgeklärten Fälle 18.308 17.709
Anzahl der Verdächtigen 15.296 15.189
Anzahl der männlichen Verdächtigen 13.125 12.968
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.171 2.221
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.396 3.798

Quelle: Bundeskriminalamt

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