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Polizeibilanz Mainzer „Rheinfrühling“ 2026

Hohe Besucherzahlen, Anstieg der Jugenddelikte. Polizei lobt friedliches Fest trotz steigender Straftaten.

Foto: Depositphotos

Mainz (ost)

Nach 16 Tagen Veranstaltung zieht die Polizei Mainz eine Bilanz über den diesjährigen „Rheinfrühling“. Der Jahrmarkt am Mainzer Rheinufer, der vom 28.03.2026 bis zum 12.04.2026 stattfand, lockte bei perfektem Frühlingswetter und während der Osterferien tausende Besucher ans Adenauer-Ufer.

Vor allem an den Wochenenden und bei den beiden großen Feuerwerken (28.03. und 11.04.) war der Andrang enorm. Die polizeilichen Schätzungen bestätigten die Prognosen des Veranstalters: Bis zu 8.000 Personen hielten sich täglich auf dem Gelände zwischen der Theodor-Heuss-Brücke und dem Kaisertor auf. Während tagsüber Familien präsent waren, verlagerten sich die Schwerpunkte mit Einbruch der Dunkelheit auf erlebnisorientierte Jugendliche und Heranwachsende. Um die Sicherheit zu gewährleisten, war die Polizei mit verstärkten Einsatzkräften im Einsatz. Gegen drei polizeibekannte Personen wurden bereits im Vorfeld gezielte Aufenthalts- und Betretungsverbote verhängt.

Trotz des insgesamt friedlichen Charakters verzeichnete die Polizei einen deutlichen Anstieg der Straftaten im Vergleich zu den Vorjahren. In diesem Jahr gab es insgesamt 22 Straftaten, im Vergleich zu sieben im Vorjahr und acht im Jahr 2024. Elf davon waren Körperverletzungsdelikte. Fast alle aufgenommenen Delikte sind Jugenddelinquenz zuzuordnen.

Im Rahmen des Einsatzes gab es drei herausragende Vorfälle:

28.03.2026 (Eröffnungstag): Ein Mann wurde gegen 20:40 Uhr von einer Gruppe angegriffen und am Boden liegend getreten. Der Hauptbeschuldigte ist eine Person, gegen die bereits im Vorfeld ein Betretungsverbot erlassen wurde. Das Opfer erlitt mehrere Hämatome und Prellungen. 29.03.2026: Ein Jugendlicher wurde unter der Theodor-Heuss-Brücke im Rahmen eines vermeintlichen Aussprachetermins mit Pfefferspray angegriffen. 06.04.2026 (Räuberischer Diebstahl): Ein Täter stahl Bargeld aus der Bauchtasche eines Jugendlichen. Als dieser den Dieb festhalten wollte, schlug der Täter zu und flüchtete, konnte jedoch bei der Fahndung festgenommen werden.

Jugendsachbearbeiter der Polizei Mainz führten an den Feuerwerk-Samstagen intensive Jugendschutzkontrollen durch. Dabei wurden zahlreiche E-Zigaretten und Alkohol sichergestellt. Besonders auffällig war die Sicherstellung einer 2kg-Flasche Lachgas. Zudem wurde bei gezielten Kontrollen am 02.04.2026 ein verbotener Schlagring aus dem Verkehr gezogen.

Fazit der Polizei: „Trotz des statistischen Anstiegs der Fallzahlen und der genannten Einzelereignisse bewerten wir den Rheinfrühling 2026 angesichts der enormen Besuchermassen weiterhin als ein weitestgehend friedliches Volksfest“, so ein Sprecher der Polizei Mainz.

Die verstärkte Präsenz der Polizei und die enge Zusammenarbeit mit den Mainzer Schaustellern haben dazu beigetragen, Eskalationen frühzeitig zu unterbinden und Tatverdächtige zeitnah zu identifizieren.

Quelle: Presseportal

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