Die Staatsanwaltschaft und Kriminaldirektion geben neue Informationen zu den Geschehnissen am 08.05.2026 in Sinzig bekannt.
Polizeieinsatz in Sinzig/Koblenz

Koblenz (ost)
Bezug: Vorherige Berichterstattung des PP Koblenz am 08.05.2026
In Bezug auf die Vorfälle und Maßnahmen am 08.05.2026 in Sinzig geben Staatsanwaltschaft und Kriminaldirektion Koblenz zusätzliche Informationen bekannt.
Die Fortführung der Ermittlungen liegt in der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Koblenz unter Leitung der Kriminaldirektion Koblenz. Derzeit werden weitere Zeugen befragt und die gesicherten Spuren in und um die Bank ausgewertet.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen wird angenommen, dass ein Täter sich im Gebäude eines Bankangestellten und eines Mitarbeiters eines Geldtransportunternehmens mit einer Schusswaffe Zugang verschafft und die beiden im Tresorraum eingesperrt hat. Ob es weitere Tatbeteiligte gab, wird derzeit untersucht.
Es wird mittlerweile davon ausgegangen, dass der oder die Täter sich bereits mit dem erbeuteten Bargeld vom Tatort entfernt hatten, bevor die Polizei eintraf. Eine Flucht nach der Umstellung der Bank durch Einsatzkräfte ist ausgeschlossen.
Die Beschreibung mindestens eines Täters beschränkt sich weiterhin auf die Körpergröße (180 cm) und eine weiße, netzartige Kopfbedeckung, die zur Tatzeit getragen wurde. Angaben zur Beute können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht werden.
Die ersten Erkenntnisse und Zeugenaussagen bei Ankunft der Polizei ließen vermuten, dass sich neben den beiden eingesperrten Personen möglicherweise noch der oder die Täter in der Bank aufhielten. Daher wurden umfangreiche polizeiliche Einsatzmaßnahmen ergriffen, um die Situation zu klären und Schlimmeres zu verhindern. Die polizeilichen Maßnahmen basieren immer auf den verfügbaren Informationen und einer entsprechenden Lagebewertung zum jeweiligen Zeitpunkt. Bis zum Eindringen der Polizei in die Bank konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch Täter darin aufhielten. Es gab zu keinem Zeitpunkt Kontakt zu einem Täter.
Aufgrund der vorliegenden Informationen wird das Ermittlungsverfahren wegen schwerer räuberischer Erpressung gemäß §§ 253, 255, 250 Abs. 2 StGB sowie wegen Freiheitsberaubung gemäß § 239 StGB geführt. Die rechtliche Einordnung ist vorläufig, da noch wichtige Ermittlungsergebnisse wie Zeugenaussagen ausstehen.
Personen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit den Vorfällen am 08.05.2026 oder in den Tagen davor gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst der Polizei Koblenz unter 0261/92156-390 in Verbindung zu setzen.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 1161 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 bereits 1304 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 803 auf 867. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 1052 auf 1122, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.161 | 1.304 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 803 | 867 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.052 | 1.122 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 951 | 1.015 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 101 | 107 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 375 | 457 |
Quelle: Bundeskriminalamt








