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Präsidialbereich: Kontrollwoche Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Die Polizei führt Schwerpunktkontrollen zur Verkehrssicherheit durch. Alkohol und Drogen sind weiterhin relevante Unfallursachen laut Verkehrsunfallstatistik.

Foto: Depositphotos

Präsidialbereich (ost)

Die Überwachung des Verkehrs durch Verkehrskontrollen ist eine der Hauptaufgaben der Polizei. Die Kontrollen sind das ganze Jahr über von großer Bedeutung für die Verkehrssicherheit und finden daher regelmäßig statt. Eine Analyse der Verkehrsunfallzahlen im Polizeipräsidium Rheinpfalz zeigt die Notwendigkeit von Kontrollmaßnahmen, um die Anzahl der Verkehrsunfälle und insbesondere der Unfälle mit Personenschäden zu reduzieren.

Bei der Betrachtung der Verkehrsunfallstatistik 2025 im Polizeipräsidium Rheinpfalz sind Alkohol und Drogen weiterhin relevante Unfallursachen, obwohl eine Abnahme von Unfällen unter dem Einfluss berauschender Mittel festgestellt wurde.

Insgesamt waren bei 537 Verkehrsunfällen berauschende Mittel wie Alkohol, Drogen und/oder Medikamente unfallursächlich. Im Vorjahr 2024 gab es noch 620 vergleichbare Verkehrsunfälle. Bei beiden Unfallursachen ist ein Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen (Alkohol als Ursache 2025: 460 | 2024: 527 | – 12,5 %; Drogen als Ursache 2025: 81 | 2024: 107 | -24,3 %).

Die Analyse der Statistik zeigt, dass im Jahr 2025 insgesamt zwei Menschen bei Verkehrsunfällen unter dem Einfluss berauschender Mittel getötet und 53 schwer verletzt wurden.

Die Bewertung der Verkehrsunfalllage unterstreicht die Notwendigkeit zusätzlicher Kontrollmaßnahmen, um die Anzahl der Verkehrsunfälle und der Unfälle mit Personenschaden unter dem Einfluss berauschender Mittel weiter zu verringern. Insbesondere nach der Teillegalisierung von Cannabis ist es wichtig, weiterhin Kontrollen durchzuführen und die Fahrer hinsichtlich des bestehenden Verbots des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel zu sensibilisieren.

Den Betroffenen ist oft nicht bewusst, dass im Gegensatz zu Alkohol der Konsum von Drogen je nach Substanz, Stoffwechselaktivität des Konsumenten und Häufigkeit des Konsums noch lange nachweisbar ist und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann.

Vom 15. bis 21. Juni 2026 finden im Rahmen der ROADPOL Kontrollwoche im Polizeipräsidium Rheinpfalz Schwerpunktkontrollen zur Bekämpfung und Verhinderung von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr statt.

Mit dieser Aktion möchten wir auf die Gefahren im Straßenverkehr durch Alkohol- und Drogeneinfluss hinweisen und diese verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rücken. Denn wer betrunken oder unter Drogeneinfluss fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Lassen Sie daher Ihr Fahrzeug stehen, wenn Sie nicht nüchtern sind.

„Grenzen überschreiten, um Leben zu retten!“ – Dies ist der Slogan von ROADPOL, dem europäischen Polizeinetzwerk, das die Zahl der Verkehrsunfallopfer reduzieren möchte. ROADPOL ist ein europäisches Polizeinetzwerk, das darauf abzielt, die Anzahl der Verkehrsunfallopfer zu verringern. Es koordiniert nationale Aktionen zur Durchsetzung der Verkehrsvorschriften in ganz Europa. Im Rahmen dieses Kontrollverbundes finden das ganze Jahr über verkehrspolizeiliche Schwerpunktkontrollen statt. Weitere Informationen finden Sie online unter www.roadpol.eu .

Bleiben Sie auf dem Laufenden! Abonnieren Sie den WhatsApp-Kanal des Polizeipräsidiums Rheinpfalz unter https://s.rlp.de/bgkTn und erhalten Sie die neuesten Polizeimeldungen aus Vorder- und Südpfalz.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 19296 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 18308 auf 17709 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen blieb relativ konstant bei 15296 im Jahr 2022 und 15189 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren mehr Männer als Frauen, wobei die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 3396 auf 3798 stieg. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 19.832 19.296
Anzahl der aufgeklärten Fälle 18.308 17.709
Anzahl der Verdächtigen 15.296 15.189
Anzahl der männlichen Verdächtigen 13.125 12.968
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.171 2.221
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.396 3.798

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140161 Unfälle. Davon sind 13630 Unfälle mit Personenschaden, was 9.72% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5625 Unfälle aus, was 4.01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 897 Fällen, also 0.64%, verzeichnet. Der Großteil der Unfälle, nämlich 120009 (85.62%), sind übrige Sachschadensunfälle. Bezogen auf die Ortslage, ereigneten sich 9397 Unfälle innerorts (6.7%), 6632 außerorts (4.73%) und 1554 auf Autobahnen (1.11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2545 Schwerverletzte und 14904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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