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Rückgang der Kriminalität in Rheinland-Pfalz

Heute präsentierten Innenminister Michael Ebling und LKA-Präsident Mario Germano die PKS 2025. Positive Entwicklung bei Straftaten insgesamt, aber besorgniserregender Anstieg der Schadenssumme bei Auslandsstraftaten.

Patrick Müller, stellvertretender DPolG Landesvorsitzender
Foto: Presseportal.de

Rheinland-Pfalz (ost)

Heute präsentierten der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling und der Präsident des Landeskriminalamts, Mario Germano, die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025.

Die DPolG Rheinland-Pfalz nimmt die vorgestellten Zahlen zum Anlass, sowohl auf positive Entwicklungen hinzuweisen als auch auf dringenden Handlungsbedarf in der Bekämpfung von Auslandsstraftaten aufmerksam zu machen.

Rückgang der Gesamtkriminalität

Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Rheinland-Pfalz insgesamt 224.126 Straftaten – ein Rückgang um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 239.388 Straftaten). Ohne ausländerrechtliche Verstöße umfasst die PKS 2025 216.383 Straftaten, was einem Rückgang von 5,3 Prozent entspricht. Innenminister Ebling betonte, dass sich die rückläufigen Zahlen auf alle Straftatenobergruppen erstrecken und dies eine positive Entwicklung sei, die die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung zeige.

Besorgniserregender Anstieg der Schadenssumme bei Auslandsstraftaten

Die DPolG Rheinland-Pfalz zeigt sich zwar erfreut über den Rückgang der Fallzahlen, ist jedoch besorgt über den deutlichen Anstieg der Schadenssumme bei Auslandsstraftaten. Diese werden gesondert ausgewiesen und fließen nicht in die eigentliche PKS ein. Die Schadenssumme stieg auf 116.792.644 Euro – ein Zuwachs von 50,3 Prozent. Insgesamt wurden 42.043 Auslandsstraftaten registriert, wobei 81,9 Prozent dieser Taten Betrugsdelikte waren. 40.055 der Auslandstaten wurden mittels Internet und/oder IT-Geräten begangen. Die Aufklärungsquote bei Auslandsstraftaten lag bei lediglich 3,6 Prozent.

Forderung nach mehr Ressourcen und Befugnissen

Patrick Müller, stellvertretender Landesvorsitzender der DPolG Rheinland-Pfalz, erklärt hierzu: „Die Aufklärungsquote bei den Auslandsstraftaten und die steigende Schadenssumme sind erschreckend. Wir brauchen dringend eine bessere technische Ausstattung, mehr Befugnisse, mehr Fachkräfte und mehr Ermittler im Bereich der Internetkriminalität, um dieser Entwicklung wirksam begegnen zu können.“

Fazit

Die DPolG Rheinland-Pfalz begrüßt den Rückgang der Gesamtkriminalität, sieht jedoch dringenden Handlungsbedarf bei der Bekämpfung von Auslandsstraftaten. Nur mit ausreichenden personellen und technischen Ressourcen sowie ausreichenden gesetzlichen Rahmenbedingungen kann die Polizei dieser Herausforderung gerecht werden.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 4376 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1927 auf 2091. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 1467 auf 1377 zurück. Von den Verdächtigen waren 955 männlich, 512 weiblich und 379 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.660 4.376
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.927 2.091
Anzahl der Verdächtigen 1.467 1.377
Anzahl der männlichen Verdächtigen 955 899
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 512 478
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 379 329

Quelle: Bundeskriminalamt

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