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Smishing-Betrug: Geschädigter gibt Online-Banking-Daten preis

Ein Mann fiel auf eine SMS rein, gab seine Daten auf einer gefälschten Sparkassen-Website ein. Trotz Schaden von 1000 Euro konnten Transaktionen rückgängig gemacht werden.

Foto: Depositphotos

Mainz- Finthen (ost)

Am Mittwochabend erhielt ein Opfer eine SMS, die ihn über das angebliche Ablauf seines Banking-Zertifikats informierte. In der Nachricht war ein Link zur vermeintlichen Aktualisierung der Freigabe für das Online-Banking enthalten. Der 38-jährige Mann dachte, dass die SMS von seiner Hausbank kam, und öffnete den Link. Danach wurde er auf eine gefälschte Website der Sparkasse weitergeleitet. Dort gab er seine echten Zugangsdaten für das Online-Banking ein. Kurz darauf erhielt das Opfer einen Anruf von einem vermeintlichen Mitarbeiter der Sparkasse. Dieser informierte ihn darüber, dass unberechtigte Transaktionen festgestellt wurden und dass diese rückgängig gemacht werden müssten. Auf Anweisung des Anrufers bestätigte das Opfer dann mindestens vier Transaktionen über sein Smartphone mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dadurch entstand zunächst ein Schaden von etwa 1000 Euro. Nach Rücksprache mit der Bank des Opfers konnten die Transaktionen jedoch storniert werden, so dass kein finanzieller Schaden entstand.

Smishing ist eine Form von Cyberbetrug, bei der Kriminelle SMS-Nachrichten (oder Messenger-Nachrichten) verwenden, um Menschen zu täuschen und an persönliche Daten, Passwörter oder Geld zu gelangen. Der Begriff setzt sich aus „SMS“ und „Phishing“ zusammen.

Die Polizei warnt erneut davor, Links aus unerwarteten SMS-Nachrichten zu öffnen und keine sensiblen Informationen auf fragwürdigen Websites einzugeben. Banken fordern ihre Kunden generell nicht telefonisch auf, Transaktionen freizugeben oder Zugangsdaten preiszugeben.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, wovon 1927 gelöst wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 1377, wobei 899 Männer, 478 Frauen und 329 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 3.660 4.376
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.927 2.091
Anzahl der Verdächtigen 1.467 1.377
Anzahl der männlichen Verdächtigen 955 899
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 512 478
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 379 329

Quelle: Bundeskriminalamt

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