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Speyer: Auffahrunfall nach Sekundenschlaf

Ein Fahrer verursachte gestern einen Unfall auf der Bundestraße 9, da er aufgrund von Müdigkeit nicht rechtzeitig bremsen konnte. Die Polizei warnt vor den Gefahren des Sekundenschlafs und gibt Tipps zur Vermeidung.

Foto: Depositphotos

Speyer (ost)

Ein 29-Jähriger fuhr gestern Nachmittag gegen 16:30 Uhr mit seinem Auto auf der Bundesstraße 9 in Richtung Ludwigshafen, als der Verkehr aufgrund einer Baustelle in Höhe Speyer West ins Stocken kam. Aufgrund von Müdigkeit konnte der Mann nicht rechtzeitig bremsen und fuhr auf das vor ihm fahrende Fahrzeug einer 30-Jährigen auf. Zum Glück wurde niemand durch den Unfall verletzt. Gegen den Fahrer wurden Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Die Polizei warnt vor den ernsthaften Risiken des Sekundenschlafs: Brennende Augenlider, häufiges Gähnen und unwillkürliches Frösteln sind klassische Anzeichen von Müdigkeit. Bereits 17 Stunden ohne Schlaf beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit wie 0,5 Promille Alkohol im Blut, nach 22 Stunden ohne Schlaf wirkt es bereits wie 1,0 Promille. Müdigkeit beeinträchtigt das Gefahrenbewusstsein, die Reaktionsfähigkeit und die Konzentration, auch im Straßenverkehr. Die aktuelle Geschwindigkeit sowie die zurückgelegten und zukünftigen Entfernungen können falsch eingeschätzt werden. Wenn man zum Beispiel für drei Sekunden einschläft, legt man bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h über 80 Meter im Blindflug zurück, ohne Kontrolle. Das Unfallrisiko ist dabei extrem hoch. Dennoch unterschätzen viele Menschen diese Gefahr.

Tipps:

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon sind 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 5.625 Fälle aus, was 4,01% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0,64% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 120.009, was 85,62% ausmacht. Innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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