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Stadt und Kreis Kaiserslautern: Autodiebstähle verhindern

Die Kaiserslauterer Polizeiinspektion 1 warnt vor Diebstählen aus unverschlossenen Autos. Wertgegenstände nicht sichtbar lassen, Auto immer abschließen!

Foto: unsplash

Stadt und Kreis Kaiserslautern (ost)

„Haben Sie Ihr Auto abgeschlossen?“ – Mit dieser Frage werden Einsatzkräfte der Kaiserslauterer Polizeiinspektion 1 am Dienstag, 19. Mai 2026, wieder im Stadtgebiet sowie im Landkreis unterwegs sein und auf Autobesitzer zugehen. Ihr Ziel ist: Straftaten zu verhindern, die sozusagen durch „günstige Gelegenheiten“ für Diebe entstehen, weil Autos unverschlossen abgestellt sind, Scheiben offenstehen und/oder Wertsachen klar erkennbar im Innenraum herumliegen.

Immer wieder werden der Polizei solche Diebstähle aus Fahrzeugen gemeldet. Häufig haben die Täter leichtes Spiel, müssen nur die nicht verriegelte Tür öffnen und sich ihre Beute schnappen – oder sie können gleich durch eine geöffnete Seitenscheibe zugreifen. Die Langfinger schrecken aber auch nicht davor zurück, ein Auto gewaltsam zu öffnen, wenn sie durch die Scheibe sehen, dass beispielsweise eine Handtasche auf dem Beifahrersitz liegt, der Geldbeutel oder ein Handy in der Mittelkonsole steckt, oder auf dem Rücksitz eine Tasche mit Inhalt abgestellt ist, der ebenfalls wertvoll sein könnte.

Seit Anfang des Jahres wurden allein bei der Polizeiinspektion 1 bereits über 90 solcher Straftaten angezeigt. Das sind in etwa genauso viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allerdings ist der Anteil der Diebstähle aus unverschlossenen Fahrzeugen gestiegen, während die Anzahl der „schweren Diebstähle“ (also aus verschlossenen Fahrzeugen) gesunken ist. Aber: Insgesamt sind es dennoch einfach zu viele!

Vor allem zeigen die Zahlen, dass es den Tätern um eins geht: Schnelle Beute. Das heißt: Je schwieriger es ist, an das begehrte Objekt zu kommen, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Diebe die Finger davon lassen. Der Grund: Je länger eine Tat dauert, um so höher ist für die Langfinger das Risiko, entdeckt zu werden.

Deshalb gilt: Machen Sie es Dieben so schwer wie möglich! Lassen Sie keine Wertgegenstände im Auto zurück! Lassen Sie auch sonst nichts im Wageninneren herumliegen, was von außen das Interesse der Täter wecken könnte (zum Beispiel Taschen). Und vor allem: Schließen Sie Ihr Auto immer ab, sobald Sie es verlassen! Auch Seitenscheiben immer zumachen! – Egal, ob Sie Ihr Fahrzeug nur für fünf Minuten, für fünf Stunden oder fünf Tage abstellen! Es spielt auch keine Rolle, ob das Auto vor der eigenen Haustür oder auf dem Parkplatz um die Ecke steht. Diebe testen überall mit einem kurzen Handgriff, ob Türen offen sind, und schauen auch durch die Seitenscheibe, ob sie irgendetwas Interessantes entdecken. Ein leerer Innenraum und verriegelte Türen sind also der einfachste und zugleich effektivste Schutz.

Für die Polizeiinspektion 1 ist es bereits die 10. Sonderkontrolle dieser Art, die seit ein paar Jahren regelmäßig durchgeführt werden. Bei der letzten Kontrolle im Oktober 2025 entdeckten die Einsatzkräfte innerhalb weniger Stunden 66 unverschlossene Fahrzeuge und konnten die jeweiligen Halter informieren – bevor ein potenzieller Dieb auf die „Gelegenheit“ aufmerksam wurde.

Deshalb: Räumen Sie Ihr Fahrzeug aus, bevor Andere es für Sie tun – und dann schließen Sie es ab! Übrigens, was nach wie vor viele nicht wissen: Ein Auto, das nicht ordnungsgemäß gegen eine unbefugte Benutzung gesichert ist, kann ein Verwarnungsgeld nach sich ziehen. In der Regel sind dann 15 Euro fällig. – Noch ein Grund mehr, das Verriegeln nicht zu vergessen… |cri

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Autodiebstählen in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Autodiebstahlraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 blieben relativ konstant. Im Jahr 2022 wurden 832 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 830 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb ebenfalls konstant bei 418. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 435 im Jahr 2022 auf 439 im Jahr 2023. Davon waren 391 männliche Verdächtige und 44 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 399 männliche und 40 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 139 im Jahr 2022 auf 165 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Autodiebstählen in Deutschland mit 7781 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 832 830
Anzahl der aufgeklärten Fälle 418 418
Anzahl der Verdächtigen 435 439
Anzahl der männlichen Verdächtigen 391 399
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 44 40
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 139 165

Quelle: Bundeskriminalamt

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