Betrüger nutzen soziale Netzwerke, um Opfer mit intimen Bildern zu erpressen. Jugendliche besonders gefährdet.
Trier: Internet-Erpressung mit intimen Fotos

Trier (ost)
Derzeit warnt die Polizei eindringlich vor Sextortion-Fällen im Internet, bei denen Erpressungen auf sexueller Grundlage stattfinden. In den letzten Wochen wurden mehrere Strafanzeigen bei der Polizei Bernkastel-Kues eingereicht.
Wie läuft diese Form der Erpressung ab?
Online-Betrüger, die sich oft als junge Frauen ausgeben, knüpfen über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste oder Online-Plattformen Kontakt zu ihren Opfern. Sie verwenden dabei ein ansprechendes Profilbild und einen gängigen Namen einer jungen Frau.
Nach anfänglichem Smalltalk gelingt es den Tätern, das Vertrauen der Angeschriebenen zu gewinnen. Anschließend werden die Opfer durch „Dirty-Talk“ dazu gebracht, sich vor der Kamera in sehr intimen Situationen zu zeigen. Die Betrüger zeichnen das Video oder die Fotos heimlich auf.
Kurz danach beginnt die Erpressung:
Diese kriminellen Handlungen zielen gezielt auf die Scham und Verzweiflung der Betroffenen ab, insbesondere wenn es sich um Jugendliche handelt.
Auch wenn das Thema unangenehm ist, rät die Polizei dringend:
Um kein Opfer von Sextortion zu werden:
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 4376 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1927 im Jahr 2022 auf 2091 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 1467 im Jahr 2022 auf 1377 im Jahr 2023 zurück. In Rheinland-Pfalz gab es 2023 899 männliche Verdächtige, 478 weibliche Verdächtige und 329 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.660 | 4.376 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.927 | 2.091 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.467 | 1.377 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 955 | 899 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 512 | 478 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 379 | 329 |
Quelle: Bundeskriminalamt








