Die Polizei warnt vor betrügerischen Online-Shops, die Heizöl zu auffallend niedrigen Preisen anbieten. Die Betrugsmasche ist nicht neu und erfordert besondere Vorsicht.
Trier: Polizei warnt vor betrügerischen Heizöl-Angeboten

Trier (ost)
Mit dem Abfall der Temperaturen steigt bei vielen Haushalten der Bedarf an Heizöl. Wenn man dann im Internet nach einem preiswerten Angebot sucht, sollte man jedoch besonders wachsam sein: Die Polizei warnt erneut vor betrügerischen Online-Shops, die Heizöl zu sehr niedrigen Preisen anbieten.
In den letzten Wochen haben sich schon mehrere Geschädigte bei der Polizei gemeldet, nachdem sie nach einer Online-Bestellung weder Ware noch Rückerstattung erhalten hatten. Die Betrugsmasche ist keine neue. Immer wieder erscheinen solche sogenannten Fake-Shops und nutzen die steigende Nachfrage nach Heizöl aus. Gerade zu Beginn der Herbst- und Wintermonate ist daher besondere Aufmerksamkeit geboten.
Die Verbraucherzentrale hat einige Fake-Shops bereits konkret benannt und auf ihrer Website aufgelistet: https://s.rlp.de/ZP4MjFJ
Die Betreiber der verschiedenen Fakeshops täuschen Seriosität vor, indem sie Daten und Angaben real existierender Unternehmen in ihrem Impressum verwenden – darunter teils echte Handelsregistereinträge, Adressen und Steuernummern. Diese Firmendaten haben jedoch nichts mit dem betrügerischen Angebot zu tun.
Zudem besteht die Möglichkeit für Verbraucher, über eine Onlinesuche zu überprüfen, ob der ausgesuchte Shop seriös ist. Der Fakeshop-Finder kann unter folgendem Link aufgerufen werden: www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder
Die Polizei warnt davor, dass solche Fake-Shops oft sehr professionell gestaltet sind und mit gestohlenen Produktbildern, gefälschten Bewertungen und unrealistisch niedrigen Preisen arbeiten, um das Vertrauen potenzieller Kunden zu gewinnen. Die Polizei empfiehlt:
Wer bereits Geld an einen möglichen Fakeshop überwiesen hat, sollte sofort seine Bank kontaktieren, um eine Rückbuchung zu prüfen und eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. Unternehmen, deren Daten ohne Erlaubnis in Online-Shops verwendet werden, werden ebenfalls gebeten, dies der Polizei mitzuteilen.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, wovon 1927 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 1377, darunter 899 Männer, 478 Frauen und 329 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.660 | 4.376 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.927 | 2.091 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.467 | 1.377 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 955 | 899 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 512 | 478 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 379 | 329 |
Quelle: Bundeskriminalamt








