Neue Betrugsmasche: Falscher Arzt verlangt Bargeld für lebenswichtige Behandlung im Krankenhaus. Betrug mit angeblichem teuren Medikament und Kurierdienst. Opfer übergaben fünfstellige Summen, um ihre Kinder zu retten.
Trier: Telefonbetrüger mit neuer Masche

Trier (ost)
Das Telefon läutet, ein Mediziner ist am Apparat. Er gibt an, im örtlichen Krankenhaus zu arbeiten und Ihr Kind auf der Intensivstation zu behandeln. Es handelt sich um Leben und Tod. Nur ein spezifisches, sehr kostspieliges Medikament könnte das Leben Ihres Kindes retten. Der Haken: Das Medikament, oft eine Injektion, muss im Voraus in bar bezahlt werden, es geht um mehrere zehntausend Euro. Um alles schnell zu erledigen, könnte ein Kurier den Betrag gleich bei Ihnen zu Hause abholen. Ohne Geld kein Medikament, ohne Medikament kein Überleben.
Was wie das Drehbuch einer dramatischen Krankenhausserie klingt, ist tatsächlich die neueste Masche der Telefonbetrüger. Der Mediziner ist ein Betrüger, Ihr Kind liegt nicht auf der Intensivstation, das Medikament existiert gar nicht und der Kurier ist mit dem Betrüger-Mediziner unter einer Decke.
Dieses Wissen kam für einen Einwohner von Trier zu spät. In großer Sorge um seine Enkelin übergab er dem angeblichen Mitarbeiter eines Trierer Krankenhauses über 10.000 Euro in bar in der Annahme, er könne so ihr Leben retten. Ähnlich erging es einer Frau aus Hermeskeil, die sogar mehrere zehntausend Euro beschaffte, um ihre angeblich in Lebensgefahr schwebende Tochter zu retten. Glücklicherweise stand kurz vor der geplanten Geldübergabe genau jene Tochter zufällig vor der Haustür und konnte so den Betrug vereiteln.
Wichtig zu wissen: In solch lebensbedrohlichen Situationen rufen niemals Mitarbeiter – und schon gar keine Ärzte – eines Krankenhauses bei Ihnen an und bitten um sofortige Barzahlung.
Quelle: Presseportal








