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Trier: Überladene Holztransporte kontrolliert

Bei Kontrollen im Grenzgebiet zwischen Belgien und Deutschland wurden überladene Holztransporte entdeckt. Ein belgischer Langholztransport war sogar über 55% überladen und musste seine Ladung abladen.

Beispielbild der Polizei, Holztransport mit über 62t Gewicht
Foto: Presseportal.de

Grenzgebiet Deutschland – Belgien (ost)

Am Mittwochmorgen führten Beamte verschiedener Behörden im Grenzgebiet zwischen Belgien und Deutschland gleichzeitig Kontrollen aufgrund wiederholter Überladung von Holztransporten und einem Unfall im Dezember mit einem Langholztransport durch. Die Ergebnisse dieser Kontrollen sprechen für sich. Die Resultate der Überprüfungen waren teils deutlich. Bei 75% der kontrollierten Holztransporte wurde eine Überladung festgestellt. Besonders besorgniserregend war, dass bis auf einen Holztransport alle anderen ein Gesamtgewicht von über 50 Tonnen aufwiesen. Ein Transport wog 49 Tonnen, die meisten anderen hatten ein Gewicht zwischen 51 und 59,5 Tonnen, obwohl nur 40 Tonnen erlaubt waren. Der absolute Spitzenreiter bei den Kontrollen war ein belgischer Langholztransport in Wahlerscheid, der eklatant überladen war. Hier wurde ein Gesamtgewicht von unglaublichen 63,7 Tonnen festgestellt, was einer Überladung von über 55% entsprach. Die Weiterfahrt wurde nicht nur wegen der Überladung untersagt, sondern es wurden auch alle erforderlichen Ausnahmegenehmigungen vor Ort eingezogen. Der Holztransport musste seine gesamte Ladung abladen und mindestens zwei weitere Fahrzeuge des Unternehmens mussten die Holzstämme weitertransportieren. Der Fahrer des überladenen Holztransportes musste zudem eine Sicherheitsleistung von fast 800 Euro vor Ort hinterlassen, bevor ihm die leere Weiterfahrt gestattet wurde. Gegen alle Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet und gegen die verantwortlichen Unternehmen wurde ein Verfahren eingeleitet, bei dem der Frachterlös unter Umständen eingezogen werden kann. Bei den Kontrollen fiel auch ein mit Dung beladener Sattelzug aus den Niederlanden auf, der ein Gewicht von knapp 45 Tonnen aufwies. Zudem verstieß der Transport gegen das Güterkraftverkehrsgesetz. Ein Holztransport war zudem zu schnell unterwegs, weshalb gegen den Fahrer eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet wurde und er eine Sicherheitsleistung von knapp 200 Euro vor Ort zahlen musste, bevor er seine Fahrt fortsetzen durfte. Während der weiteren Kontrollen wurden mehrere Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. Das Fazit dieser Kontrollen lautet: Nur wenige der überprüften Fahrzeuge hielten sich an das erlaubte Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Auch wenn nicht jeder Fahrer von den Kontrollen begeistert war, zeigen die Ergebnisse, dass sie notwendig sind und auch in Zukunft regelmäßig durchgeführt werden müssen. An den Kontrollen beteiligt waren Beamte der Polizeizone Eifel aus Belgien, des Verkehrsdienstes Euskirchen, des Bundesamtes für Logistik und Mobilität sowie der Schwerlastkontrollgruppe des Polizeipräsidiums Trier.

Quelle: Presseportal

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