Die Polizei führte Kontrollen durch, um vermehrte Straftaten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Innenstadtbereich zu bekämpfen.
Umfangreiche Personenkontrollen in Koblenz

Koblenz (ost)
Am heutigen Mittwoch wurden unter Federführung der Polizeiinspektion Koblenz 1 zwischen 18.00 und 20.30 Uhr umfangreiche Kontrollmaßnahmen im Innenstadtbereich Koblenz durchgeführt.
In den letzten Wochen und Monaten haben sich die Erkenntnisse verdichtet, dass sich an verschiedenen Örtlichkeiten vermehrt Jugendliche, Heranwachsende und junge Erwachsene aufhalten und Straftaten verabreden oder begehen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Eigentumsdelikte wie Diebstähle, Ladendiebstähle, Raubdelikte oder Körperverletzungsdelikte. Zudem liegen Erkenntnisse vor, dass an bestimmten Plätzen mit Drogen gehandelt wird. Im Gesamtkontext liegen sowohl bei der Polizei als auch bei der Stadt Koblenz Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Gewerbetreibenden vor.
Zurückliegend wurden bereits mehrfach wahrnehmbare Personenkontrollen durchgeführt, die dieses Lagebild bestätigen. Diese Entwicklung mündet in der Planung und Durchführung der heutigen Einsatzmaßnahmen unter Federführung der Polizeiinspektion Koblenz 1. An den Einsatzmaßnahmen waren neben Kräften der Schutz- und Kriminalpolizei, der Bereitschaftspolizei und des Ordnungsamts auch Kräfte des Zolls beteiligt.
Insgesamt wurden mehrere Personengruppen sowie mehrere Geschäftsräume, Spielhallen und Gaststätten u.a. im Hinblick auf gewerberechtlich relevante Aspekte kontrolliert. Bei den insgesamt 123 Kontrollierten handelt es sich überwiegend um Jugendliche und junge Erwachsene, die größtenteils in Koblenz, aber auch in der Umgebung leben. Es handelt sich sowohl um deutsche Staatsangehörige als auch um Personen mit Migrationshintergrund.
Bei den Geschäftsräumen wurden insgesamt mehrere Verstöße (Ordnungswidrigkeiten/Straftaten) festgestellt, wobei eine abschließende Bewertung noch aussteht. Bei den Personen wurde insgesamt vier Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und jeweils ein Verstoß nach dem Waffengesetz, dem Konsumcannabisgesetz (Ordnungswidrigkeit) und dem Verdacht eines Diebstahls festgestellt. Bei drei Personen liegt der Verdacht ausländerrechtlicher Verstöße vor. Fünf Personen wurden mit einem Platzverweis belegt.
Polizeioberrat Steffen Göbel, Leiter der Polizeiinspektion Koblenz 1 und Einsatzleiter, zeigt sich mit der Ergebnis der Maßnahme zufrieden: „Die Entwicklung in den letzten Wochen hat diese Maßnahme erforderlich gemacht. Neben der Verfolgung von Straftaten ging es auch darum, die Personen aus der Anonymität zu heben und zu zeigen, dass wir der Entwicklung entschieden entgegentreten.“
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle erfasst, wovon 18308 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 15296, wovon 13125 männlich und 2171 weiblich waren. Nicht-deutsche Verdächtige machten 3396 aus. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Fälle auf 19296, wobei 17709 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 15189, davon 12968 männlich und 2221 weiblich. Nicht-deutsche Verdächtige stiegen auf 3798. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 19.832 | 19.296 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 18.308 | 17.709 |
| Anzahl der Verdächtigen | 15.296 | 15.189 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 13.125 | 12.968 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.171 | 2.221 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.396 | 3.798 |
Quelle: Bundeskriminalamt








