Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Unfallflucht in Bingen-Ost

Fahrer ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss gestellt. Polizei leitet Strafverfahren ein.

Foto: Depositphotos

Bingen (ost)

Früh am 09.03.2026 gegen 07:30 Uhr ereignete sich im Bereich der Anschlussstelle Bingen-Ost (A60 zur L419) am dortigen Kreisverkehr in Fahrtrichtung Bingen-Kempten ein Verkehrsunfall mit anschließender Fahrerflucht.

Die Fahrerin, 20 Jahre alt, musste an der Ausfahrt des Fahrstreifens neben dem Kreisverkehr verkehrsbedingt anhalten. Beim Wiederanfahren fuhr ein nachfolgendes Auto auf sie auf. Durch den Zusammenstoß wurde die Fahrerin leicht verletzt, als ihr Oberkörper bzw. Kopf gegen das Lenkrad stieß. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Nach dem Unfall stieg der verursachende Fahrer kurz aus seinem Auto aus und erklärte der Geschädigten, dass er seinen Sohn zur Schule bringen müsse, der ebenfalls im Auto saß. Dann entfernte sich der Mann ohne jeglichen Austausch von Kontaktdaten unerlaubt von der Unfallstelle. Die Geschädigte schaffte es noch vor der Flucht, ein Foto des Fahrzeugs mit Kennzeichen zu machen. Eine Überprüfung im Rahmen der Unfallaufnahme ergab, dass der Halter oder mutmaßliche Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Bei der Fahndung wurde das gesuchte Auto kurz darauf auf der B9 in Richtung Bingen gefunden und auf Höhe einer Tankstelle einer Verkehrskontrolle unterzogen. Der 39-jährige Fahrer war nicht kooperativ und machte keine Angaben zur Sache. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass das Auto keine gültige Hauptuntersuchung hatte. Außerdem wies der Fahrer körperliche Auffälligkeiten auf, die auf möglichen Drogenkonsum hindeuteten. Der Fahrer lehnte zunächst einen Drogenschnelltest ab. Das Auto wurde von der Polizei gesichert abgestellt und der Schlüssel sichergestellt. Der Beschuldigte wurde dann zur Dienststelle gebracht. Dort stimmte er schließlich einem Urintest zu. Der durchgeführte Drogentest bestätigte den Verdacht und war positiv auf Cannabis.

Gegen den Unfallfahrer wurden unter anderem Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, fahrlässiger Körperverletzung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung durch Verursachung eines Verkehrsunfalls unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Rheinland-Pfalz für 2022/2023

Die Drogenraten in Rheinland-Pfalz zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 19832 Fälle erfasst, wovon 18308 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 15296, wobei 13125 männliche Verdächtige und 2171 weibliche Verdächtige waren. 2023 wurden 19296 Fälle registriert, von denen 17709 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 15189, darunter 12968 Männer und 2221 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 3396 im Jahr 2022 auf 3798 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 19.832 19.296
Anzahl der aufgeklärten Fälle 18.308 17.709
Anzahl der Verdächtigen 15.296 15.189
Anzahl der männlichen Verdächtigen 13.125 12.968
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.171 2.221
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.396 3.798

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Rheinland-Pfalz im Jahr 2023 zeigt insgesamt 140.161 Unfälle. Davon endeten 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5.625 Fälle aus, was 4,01% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0,64% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 120.009 Fälle, was 85,62% ausmacht. In der Ortslage innerorts gab es 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24