Die Polizei führte mit anderen Behörden Kontrollen in Verkaufsstellen durch. 60% der getesteten Geschäfte verkauften jugendgefährdende Substanzen an Minderjährige.
Unkel: Gemeinsamer Kontrolltag „Jugendschutz“
Linz am Rhein (ost)
Am Montagnachmittag (25.08.2025) führten die Beamten der Polizeiinspektion Linz am Rhein, in Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der Verbandsgemeinden Bad Hönningen, Linz am Rhein und Unkel, sowie dem Kreisjugendamt Neuwied, eine gemeinsame Überprüfung zur Einhaltung der Vorschriften des Jugendschutzgesetzes durch. Der Fokus der Kontrollen lag auf lokalen Geschäften, die Alkohol, Tabakwaren und andere jugendgefährdende Substanzen verkaufen.
Die Überprüfungen wurden mittels sogenannter „Testkäufe“ durchgeführt, bei denen zwei 17-jährige Polizeischüler versuchten, in den verschiedenen Geschäften jugendgefährdende Substanzen zu erwerben. Insgesamt wurden 15 Verkaufsstellen in den drei Verbandsgemeinden überprüft. In neun Geschäften wurden jugendgefährdende Substanzen an die Testkäufer abgegeben. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 60%.
In den meisten Fällen wurde weder das Alter der Käufer überprüft, noch wurde nach einem Ausweis gefragt. Bei einer rechtswidrigen Abgabe von jugendgefährdenden Substanzen sieht das Jugendschutzgesetz Sanktionen sowohl für den Verkäufer als auch für den Gewerbetreibenden vor.
Die Verantwortung für Schulungen der Verkäufer und die Implementierung von technischen Maßnahmen, um den Verkauf von jugendgefährdenden Substanzen an Minderjährige zu verhindern, liegt beim Gewerbetreibenden. In allen neun Fällen, in denen eine Abgabe stattfand, wurden Bußgeldverfahren gegen die Gewerbetreibenden eingeleitet. Der Regelsatz für Bußgelder beträgt hier 1.000EUR.
Die Polizei betont die wichtige Rolle der Supermarktkassen beim Jugendschutz und die hohe Verantwortung der Verkaufsstellen und ihrer Mitarbeiter. Aufgrund dessen sind weitere Kontrollen durch die beteiligten Behörden angekündigt, die erneut zu empfindlichen Bußgeldern führen könnten.
Quelle: Presseportal