Am Montagnachmittag meldeten sich Kunden verschiedener Banken bei der Polizei nach verdächtigen Telefonanrufen. Die Anrufer gaben sich als Bankmitarbeiter aus und versuchten, persönliche Daten zu erfragen.
Verdächtige Anrufe in Eisenberg

Eisenberg (ost)
Am Montag, dem 02.02.2026, haben mehrere Kundinnen und Kunden verschiedener Banken zwischen 14:00 und 16:00 Uhr die Polizei kontaktiert, nachdem sie verdächtige Anrufe erhalten hatten. Die Anrufer haben sich identifiziert und behauptet, Mitarbeiter ihrer jeweiligen Bank zu sein. Sie haben vorgegeben, dass auf den Konten der Betroffenen unregelmäßige Abbuchungen stattgefunden haben und dass die Bankkarten daher sofort gesperrt und durch neue ersetzt werden müssen. Die neuen Karten sollten angeblich von einem Kurier persönlich überbracht werden. Um dies vorzubereiten, haben die Täter versucht, Kartendaten und PINs telefonisch zu erfragen. Dank der Aufmerksamkeit der Betroffenen wurden in keinem der bisher bekannten Fälle persönliche Daten preisgegeben. Es ist daher kein finanzieller Schaden entstanden.
Empfehlung der Polizei zur Vorbeugung
Geben Sie niemals persönliche Daten, PINs oder Zugangsdaten am Telefon preis. Seriöse Banken werden niemals telefonisch nach solchen Informationen fragen.
Überlassen Sie Bankkarten oder Dokumente niemals unbekannten Personen. Banken schicken normalerweise keine Kuriere, um Karten abzuholen.
Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort. Rufen Sie dann Ihre Bank über die offiziellen Kontaktwege zurück.
Informieren Sie die Polizei, wenn Sie einen solchen Anruf erhalten haben – auch wenn kein Schaden entstanden ist.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit und darum, insbesondere ältere Familienmitglieder über diese Betrugs- und Ausspähversuche zu informieren.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Rheinland-Pfalz für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Rheinland-Pfalz stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 3660 Fälle registriert, wobei 1927 davon gelöst wurden. Es gab insgesamt 1467 Verdächtige, darunter 955 Männer, 512 Frauen und 379 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 4376, wobei 2091 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 1377, wobei 899 Männer, 478 Frauen und 329 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.660 | 4.376 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.927 | 2.091 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.467 | 1.377 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 955 | 899 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 512 | 478 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 379 | 329 |
Quelle: Bundeskriminalamt








