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Welschbillig: Verfolgungsfahrt stoppt mutmaßlich betrunkener Lieferwagenfahrer

Ein aufmerksamer Autofahrer meldete einen Lieferwagenfahrer mit gefährlichen Fahrmanövern. Polizei konnte den alkoholisierten Fahrer nach Verfolgungsfahrt stoppen.

Foto: unsplash

Hohensonne / Windmühle (ost)

Am heutigen Tag um 15:26 Uhr informierte ein aufmerksamer Autofahrer die Polizei über einen silbergrauen Lieferwagen, der vor ihm auf der B 51 von Trier in Richtung Bitburg unterwegs war. Der Fahrer des Lieferwagens hatte bereits mehrere riskante Fahrmanöver durchgeführt. Er fuhr in Schlangenlinien dicht auf andere Fahrzeuge auf, überholte an gefährlichen Stellen, gefährdete den Gegenverkehr und kam mehrmals fast mit den Leitplanken in Berührung. Außerdem schnitt er beim Einscheren überholte Lastwagen. Bisher war es nur Glück und Zufall, dass es noch keinen Unfall gegeben hatte.

Der Zeuge hielt die Polizei kontinuierlich telefonisch auf dem Laufenden, hielt Abstand zum besagten Lieferwagen und konnte diesem bis zu einem Parkplatz in der Nähe von Helenenberg folgen. Dort stiegen beide Fahrer aus ihren Fahrzeugen aus. Während eines kurzen Gesprächs meinte der Zeuge, Alkoholgeruch beim anderen Fahrer festgestellt zu haben. Dieser stieg wieder in sein Fahrzeug und konnte den Parkplatz verlassen, kurz bevor die erste Streife der Polizei Bitburg eintraf.

Daraufhin begann eine Verfolgungsjagd mit zwei Streifenwagen, da der Verdächtige die Anhaltesignale und -aufforderungen der Polizei ignorierte.

Die Verfolgungsjagd führte zurück auf die B 51 in Richtung Trier, über Feldwege, Land- und Kreisstraßen, unter anderem durch die Ortschaften Meckel, Gilzem und Welschbillig. Dabei kam es zu mehreren Beinaheunfällen, bei denen andere Verkehrsteilnehmer und die verfolgenden Streifenwagen gefährdet wurden, da der Fahrer nicht anhielt. In Gilzem streifte das Fluchtfahrzeug ein Verkehrsschild und einen entgegenkommenden Linienbus leicht.

Schließlich konnte eine weitere Streife auf der K 1 bei Windmühle im Bereich der Zufahrt zur B 51 eine Straßensperre errichten. Der verfolgte Fahrer verlangsamte dort seine Geschwindigkeit und versuchte, an der Sperre vorbeizufahren, indem er über ein Privatgrundstück fuhr. Die Einsatzkräfte konnten dies verhindern, indem sie das Fahrzeug mit einem Streifenwagen abdrängten und zum Stehen brachten.

Durch die Fahrmanöver des Verdächtigen wurde glücklicherweise niemand verletzt, jedoch entstand Sachschaden am Tatfahrzeug und am Streifenwagen. Die Polizeikräfte konnten den Fahrer schließlich festnehmen, einen 44 Jahre alten Mann aus Trier, der offensichtlich unter Alkoholeinfluss stand. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein wurde eingezogen.

Es handelte sich bei dem Tatfahrzeug um einen silbergrauen VW-Crafter aus dem Zulassungsbezirk TR- für Trier, mit einer auffälligen Firmenaufschrift.

Zeugen und potenziell gefährdete oder geschädigte Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich dringend mit der Polizeiinspektion Bitburg in Verbindung zu setzen. Telefon 06561/9685-10

Die Ermittlungen der Polizei sind derzeit noch im Gange.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Rheinland-Pfalz für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Rheinland-Pfalz insgesamt 140.161 Verkehrsunfälle. Davon waren 13.630 Unfälle mit Personenschaden, was 9,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 5.625 Fälle aus, was 4,01% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 897 Fällen registriert, was 0,64% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 120.009 Fälle, was 85,62% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 9.397 Unfälle (6,7%), außerorts (ohne Autobahnen) 6.632 Unfälle (4,73%) und auf Autobahnen 1.554 Unfälle (1,11%). Insgesamt gab es 134 Getötete, 2.545 Schwerverletzte und 14.904 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 140.161
Unfälle mit Personenschaden 13.630
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 5.625
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 897
Übrige Sachschadensunfälle 120.009
Ortslage – innerorts 9.397
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 6.632
Ortslage – auf Autobahnen 1.554
Getötete 134
Schwerverletzte 2.545
Leichtverletzte 14.904

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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