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Brandstiftung und versuchter Mord in Dudweiler

Ein 36-jähriger Mann warf Brandsätze in die Wohnung seiner Mutter und verletzte sie schwer, bevor er festgenommen wurde.

Foto: Depositphotos

Saarbrücken (ost)

Heute, am 21.11.2024, warf ein 36-jähriger Mann gegen 11:20 Uhr zwei Brandsätze in die Wohnung seiner Mutter und floh in eine unbekannte Richtung. Die Gründe für die Tat sind noch unklar.

Nach den aktuellen Ermittlungen begab sich der Mann am späten Vormittag in den achten Stock eines Mehrfamilienhauses in Dudweiler, brach dort die Tür der Wohnung seiner 67-jährigen Mutter auf und warf unerwartet zwei Brandsätze hinein. Danach flüchtete er. Die Frau konnte sich noch selbst durch das Feuer im Flur aus ihrer Wohnung retten. Dabei erlitt sie Brandverletzungen. Sie wird derzeit in einer Klinik in Saarbrücken behandelt.

Die Feuerwehr, die sofort alarmiert wurde, brachte den Brand im Mehrfamilienhaus schnell unter Kontrolle, während die polizeilichen Fahndungsmaßnahmen nach dem Flüchtigen sofort eingeleitet und verstärkt wurden.

Während der Löscharbeiten evakuierte die Feuerwehr zunächst das gesamte Gebäude. Die Bewohner der 39 Wohnungen fanden vorübergehend in zwei bereitgestellten Bussen Schutz. Inzwischen durfte ein Großteil der Personen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Durch intensive polizeiliche Fahndungsmaßnahmen konnte der Flüchtige zwischenzeitlich an seiner Wohnadresse lokalisiert und von Spezialeinheiten des Landespolizeipräsidiums festgenommen werden.

Der Mann wird morgen dem Haftrichter des Amtsgerichts Saarbrücken vorgeführt.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Saarland für 2022/2023

Die Mordraten in Saarland zwischen 2022 und 2023 sind angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 22 Fälle registriert, wovon alle aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 21 Verdächtige, darunter 17 Männer, 4 Frauen und 9 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle auf 36, von denen 30 gelöst wurden. Es gab insgesamt 46 Verdächtige, darunter 40 Männer, 6 Frauen und 23 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 22 36
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22 30
Anzahl der Verdächtigen 21 46
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17 40
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4 6
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 9 23

Quelle: Bundeskriminalamt

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