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Häusliche Gewalt in Saarbrücken, Polizei nimmt 31-jährigen Mann vorläufig fest

Eine schwere Gewalttat ereignete sich in Saarbrücken. Der Ehemann wird verdächtigt, seine Frau angegriffen zu haben. Festnahme erfolgte vor Ort.

Foto: Depositphotos

Saarbrücken / Malstatt (ost)

Am Abend des vergangenen Samstags (18.07.2026) ereignete sich in Malstatt, einem Stadtteil von Saarbrücken, eine schwere Gewalttat gegen eine 30-jährige Frau. Es besteht der dringende Verdacht, dass ihr 31-jähriger Ehemann sie in ihrer gemeinsamen Wohnung angegriffen hat. Die Polizei nahm den Mann vor Ort vorläufig fest.

Um 21:00 Uhr entdeckte eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Saarbrücken-Burbach während ihrer Streifenfahrt eine Person auf einem Dachvorsprung eines Mehrfamilienhauses in 66113 Saarbrücken. Während eine Polizistin die Situation beobachtete, begaben sich zwei weitere Einsatzkräfte sofort zur vermeintlichen Wohnung. Bevor sie die Räumlichkeiten betraten, stürzte die Frau aus großer Höhe auf den Bürgersteig.

Nach den bisherigen Ermittlungen kam es zu einem Streit zwischen dem Ehepaar, das in dem Gebäude wohnt. Während des Streits flüchtete die 30-jährige Frau auf das Vordach, wo ihr Mann sie mit einem Stichwerkzeug angriff. Anschließend stürzte die Frau mehrere Meter tief auf den Gehweg. Der Rettungsdienst brachte sie in ein nahegelegenes Krankenhaus. Ihr gemeinsames Kind wurde dem Jugendamt übergeben.

Der 31-jährige Ehemann öffnete kurz darauf die Tür der Wohnung und ließ sich widerstandslos von den Einsatzkräften festnehmen. Die vermeintliche Tatwaffe wurde vor Ort sichergestellt. Der Festgenommene befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam.

Die Vorführung vor dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Saarbrücken zur Beantragung eines Haftbefehls ist für den heutigen Tag geplant.

Neben mehreren Einsatzkräften der Polizeiinspektion Saarbrücken-Burbach und der Operativen Einheit (OpE) waren auch der Kriminaldauerdienst (LPD 211), die Tatortgruppe (LPD 215) und das Fachdezernat für Straftaten gegen das Leben (LPD 213) im Einsatz.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Saarland für 2022/2023

Die Mordraten in Saarland zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 22 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 36 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 22 auf 30, und die Anzahl der Verdächtigen stieg von 21 auf 46. Von den Verdächtigen waren 40 männlich, 6 weiblich und 23 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 22 36
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22 30
Anzahl der Verdächtigen 21 46
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17 40
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4 6
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 9 23

Quelle: Bundeskriminalamt

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