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Illingen: Rettung von fünf Menschen aus brennendem Haus

Fünf Männer wurden aus einem brennenden Mehrparteienhaus gerettet, vier von ihnen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Haus ist aufgrund von Brand- und Rauchschäden nicht mehr bewohnbar.

Bildurheber: Christopher Benkert (Feuerwehr Neunkirchen)
Foto: Presseportal.de

Neunkirchen (ost)

Neunkirchen. In der Nacht zum Samstag, dem 21. Dezember, gelang es der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen, dem Rettungsdienst und der Polizei, fünf Männer aus einem brennenden Mehrparteienhaus in der Langenstrichstraße in der Innenstadt von Neunkirchen zu retten. Vier von ihnen wurden aufgrund ihrer Verletzungen unterschiedlicher Schwere in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Feuerwehrleute konnten den Brand in einem lang andauernden Einsatz löschen. Aufgrund der Brand- und Rauchschäden ist das Mehrparteienhaus nicht mehr bewohnbar.

Der Anblick in der Langenstrichstraße gegen 3 Uhr morgens war bedrohlich: Dichter Rauch drang aus dem ersten Stock eines Mehrparteienhauses, wo es in einer Wohnung brannte. Menschen an mehreren Fenstern zur Langenstrichstraße und zum Garten hin machten durch Rufen und Gesten auf sich aufmerksam. Feuer und Rauch hatten ihnen den Fluchtweg durch das Treppenhaus ins Freie bereits versperrt.

Ein Mann wurde von der Besatzung des Rettungswagens der Feuerwehr Neunkirchen über das Dach des Fahrzeugs mit einer Leiter aus der Nachbarschaft gerettet. Zwei weitere Männer wurden aus dem Dachgeschoss mit der Drehleiter der Feuerwehr Neunkirchen gerettet. Im Garten brachten Feuerwehrleute und Polizisten gemeinsam eine tragbare Feuerwehrleiter in Position. Über diese gelangten zwei weitere Männer sicher in den Garten. Vier der fünf Geretteten wurden vor Ort medizinisch versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Rettungswagen und Notärzte wurden koordiniert, und die Leitende Notärztin sowie der Organisatorische Leiter fuhren den Einsatzort an.

Nach der erfolgreichen Rettung der Menschen begann die Feuerwehr Neunkirchen nahtlos mit der Brandbekämpfung. Unter Atemschutz kämpften mehrere Trupps gegen die Flammen im ersten Stock. Der Löschangriff zeigte schnell Wirkung, aber das Feuer hatte sich bereits in die Zwischendecke zum Dachgeschoss ausgebreitet. Die Feuerwehrleute mussten einige Decken und Böden öffnen, um die letzten Glutnester zu löschen. Gegen 8:30 Uhr morgens konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Aufgrund der Schäden an der Deckenkonstruktion wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) hinzugezogen. Er beriet die Feuerwehr und klärte über den Umgang mit den Schadstellen auf. Das Haus ist aufgrund der Schäden nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner fanden vorübergehend bei Familie und Freunden Unterschlupf, und die Kreisstadt Neunkirchen stellte Notunterkünfte bereit.

Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrleute aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen, Wellesweiler und Münchwies im Einsatz. Bis zu 50 Feuerwehrleute waren gleichzeitig in der Langenstrichstraße im Einsatz. Der Beigeordnete Thomas Hans sowie Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack und Kreisbrandmeister Sascha Cattarius besuchten die Neunkircher Innenstadt, um sich ein Bild vom Einsatz zu machen. Die Polizei und der Rettungsdienst waren ebenfalls mit einem großen Aufgebot vor Ort. Der Ortsverein Illingen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) rückte später aus, um den Rettungsdienst zu unterstützen.

Quelle: Presseportal

nf24