Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Merchweiler: Feuerwehreinsatz in Schiffweiler

Mehr als 120 Einsatzkräfte bekämpfen Großbrand – sechs Feuerwehrleute leicht verletzt

Quelle: Feuerwehren Landkreis Neunkirchen
Foto: Presseportal.de

Schiffweiler (ost)

Mehr als 120 Einsatzkräfte haben die Ausbreitung auf den Wald verhindert – sechs Feuerwehrleute wurden leicht verletzt

Ein Großbrand hat heute Vormittag einen umfangreichen Feuerwehreinsatz in der Gemeinde Schiffweiler ausgelöst. Um 11:43 Uhr wurden die Feuerwehreinheiten Heiligenwald und Landsweiler-Reden zunächst zu einem Garagenbrand mit der Möglichkeit einer Ausweitung auf ein angrenzendes Wohnhaus gerufen.

Schon auf dem Weg dorthin war eine deutlich sichtbare Rauchsäule zu erkennen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich das Feuer bereits auf den Dachstuhl des Wohnhauses ausgebreitet.

Glücklicherweise war eine Streife der Bundespolizei zufällig in der Nähe. Die Einsatzkräfte halfen nach ihrer Ankunft bei der Evakuierung des Gebäudes. Nachdem feststand, dass sich keine Personen mehr in Gefahr befanden, konnte sich die Feuerwehr vollständig auf die Brandbekämpfung konzentrieren.

Der Löschangriff wurde sofort von verschiedenen Seiten unter schwerem Atemschutz gestartet. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wurde die Alarmstufe sofort erhöht. Dadurch wurden weitere Feuerwehreinheiten der Feuerwehr Schiffweiler sowie die Drehleiter der Feuerwehr Illingen nachalarmiert.

Weil die Flammen auf den angrenzenden Wald überzugreifen drohten, errichtete die Feuerwehr über einen Dachmonitor eine Riegelstellung, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Nach dem Eintreffen der Drehleiter wurde der Löschangriff auch von oben unterstützt.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Bevölkerungswarnung ausgelöst. Zur Versorgung der vielen Atemschutzgeräteträger wurde zusätzlich der Gerätewagen Atemschutz aus Neunkirchen alarmiert. Eine Teileinheit der Feuerwehr Ottweiler unterstützte die Einsatzkräfte auch bei der Hygiene am Einsatzort.

Während des Einsatzes mussten die Itzenplitzstraße und die Wemmetsweilerstraße vollständig gesperrt werden. Außerdem wurde die Stromversorgung im betroffenen Bereich vorsorglich abgeschaltet.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes stürzte ein Teil des Dachstuhls ein. Aus Sicherheitsgründen war eine Brandbekämpfung im Gebäude danach nicht mehr möglich, sodass die Löscharbeiten ausschließlich von außen fortgesetzt wurden. Zur Beurteilung der Gebäudestatik wurden die Untere Bauaufsicht sowie ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) Illingen hinzugezogen.

Die Feuerwehr Merchweiler übernahm während des laufenden Einsatzes den Brandschutz im Gemeindegebiet von Schiffweiler, um die Grundversorgung sicherzustellen.

Insgesamt waren mehr als 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, THW, Bundespolizei, Ordnungsamt und Bauhof im Einsatz.

Während der Löscharbeiten erlitten sechs Feuerwehrleute leichte Verletzungen und wurden medizinisch versorgt.

Vor Ort verschafften sich Bürgermeister Cedric Jochum, Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack, Kreisbrandmeister Sascha Cattarius, Landesbrandinspekteur Timo Meyer sowie der Erste Beigeordnete des Landkreises Neunkirchen in Vertretung des Landrates, Klaus Dieter Woll, einen Überblick über die Lage.

Das betroffene Wohnhaus ist aufgrund der erheblichen Brandschäden unbewohnbar. Die Bewohner wurden von der Gemeinde Schiffweiler untergebracht.

Gegen 18:00 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Bereits während des laufenden Einsatzes wurde die interkommunale Verbundwerkstatt der Gemeinden Illingen, Merchweiler und Schiffweiler alarmiert. Dort wurden bis in die späten Abendstunden Fahrzeuge, Geräte und Einsatzkleidung gereinigt und aufbereitet, um die volle Einsatzbereitschaft der Feuerwehren schnellstmöglich wiederherzustellen.

Vor allem während der stundenlangen und kräftezehrenden Löscharbeiten zeigte sich erneut der außergewöhnliche Zusammenhalt in der Gemeinde. Viele Anwohnerinnen und Anwohner unterstützten die Einsatzkräfte spontan mit Getränken, Essen, Sitzgelegenheiten und kalten Tüchern. Diese aufmerksamen Gesten waren angesichts der hohen Temperaturen und der enormen körperlichen Belastung eine große Hilfe und wurden von den Feuerwehrleuten mit großer Dankbarkeit angenommen. Solche Zeichen der Wertschätzung sind keineswegs selbstverständlich. Die Feuerwehr Schiffweiler bedankt sich herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Unterstützung dazu beigetragen haben, die Versorgung der Einsatzkräfte während des stundenlangen Großeinsatzes sicherzustellen.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24