Eine Katze stürzte in Neunkirchen acht Meter tief in einen Kamin. Die Feuerwehr brauchte fünf Stunden, um sie zu retten.
Neunkirchen: Rettung abgestürzter Katze aus Kamin

Neunkirchen (ost)
Ein scheinbar einfacher Tierrettungseinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen am Samstagabend, dem 18. April, wurde zu einer komplexen Rettungsaktion. Eine Katze war acht Meter tief in einen Kamin gefallen, nachdem sie vom Dach eines Wohn- und Geschäftshauses am Oberen Markt gestürzt war. Nach fünf Stunden harter Arbeit gelang es den Feuerwehrleuten schließlich, die Katze zu retten und aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die Besitzer brachten sie anschließend zu einem Tierarzt.
Seit mehreren Tagen wurde die Katze einer Familie vermisst, bis sie schließlich am Samstagabend verängstigt auf dem Dach ihres eigenen Hauses entdeckt wurde. Weder konnte die Katze alleine vom zweistöckigen Hausdach herunterkommen, noch konnten die Besitzer sie erreichen. Deshalb baten sie die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen um Hilfe. Der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt rückte mit ihrer Drehleiter zum Oberen Markt aus.
Die Feuerwehrleute fuhren routiniert mit dem Rettungskorb zum Dach des Hauses und versuchten, die Katze behutsam einzufangen. Doch die Katze entkam ihnen fluchtartig. Während ihrer kurzen Flucht über das Dach fiel das Tier in den zweizügigen Kamin. Zunächst versuchten die Feuerwehrleute, die Katze durch Revisionsöffnungen im Kamin zu finden oder zu erreichen. Als dies erfolglos blieb, wurde eine Endoskopkamera eingesetzt. Zusätzlich wurde eine Spezialkamera aus dem Kanalbau vom Zentralen Betriebshof bereitgestellt. Mit den Kameras konnte die Katze lebend auf einem Podest acht Meter tief im stillgelegten Kamin geortet werden.
Da die Katze auf andere Weise nicht erreichbar war, öffneten die Feuerwehrleute vorsichtig im Dachgeschoss eine Rettungsöffnung in den Kamin. Mit Bohrhämmern und sorgfältiger Handarbeit mit Hammer und Meißel wurde der Kamin geöffnet. Es wurde darauf geachtet, die Katze nicht durch herabfallende Mauerstücke zu gefährden oder durch lauten Maschinenlärm zu stressen. Mehrere Feuerwehrleute wechselten sich in der schweißtreibenden und schmutzigen Arbeit ab. Erst nach mehreren Stunden hatte die Öffnung im Kamin die erforderliche Größe für die Rettung erreicht. Ein Feuerwehrmann konnte durch das Loch in der Kaminwand zur Katze greifen, sie vorsichtig mit einer Schlinge heranziehen und aus ihrer Zwangslage befreien. Die Katze wurde den glücklichen Besitzern nach ihrer Rettung übergeben. Diese brachten sie anschließend zu einem Tierarzt.
Erst weit nach Mitternacht, gegen 00:40 Uhr, konnten das Dutzend Feuerwehrleute aus Neunkirchen und die beiden Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofes ihren Einsatz am Oberen Markt beenden und die zuvor für den Verkehr gesperrte Straße wieder freigeben.
Quelle: Presseportal








