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Polizei- und Feuerwehrmeldungen am 15.08.2026 aus Saarland

Lesen Sie in unserem Live-Ticker die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Saarland vom 15.08.2026

Foto: unsplash

Der Liveticker wird ständig aktualisiert.

15.08.2026 – 09:31

FW LK Neunkirchen: Großflächiger Waldbrand am Wingertsweiher fordert mehrere hundert Einsatzkräfte über zwei Tage

Ottweiler (ost)

Ein größerer Brand im Wald am Wingertsweiher zwischen Ottweiler und Steinbach hat seit Donnerstagnachmittag, 13. August, viele Einsatzkräfte aus dem Landkreis Neunkirchen und darüber hinaus gefordert. Insgesamt waren etwa 510 Kräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk, Polizei, Energieversorger und Bauhof am Einsatz beteiligt.

Um 16:10 Uhr wurde die Feuerwehr Ottweiler über einen Brand in einem Waldgebiet am Wingertsweiher informiert. Schon bei der Anfahrt konnte eine deutlich sichtbare Rauchwolke festgestellt werden. Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Feuers wurden frühzeitig zusätzliche Einsatzkräfte alarmiert. Besonders gefragt waren geländegängige Tanklöschfahrzeuge, da das weitläufige und teilweise schwer zugängliche Gelände die Bekämpfung des Brandes erschwerte. Eine weitere Herausforderung war die Wasserversorgung. Über mehrere Kilometer mussten Schläuche verlegt werden, um genügend Löschwasser in das Brandgebiet zu transportieren. Dafür wurden unter anderem der Wasserförderzug und der Waldbrandzug des Landkreises Neunkirchen aktiviert. Zusätzliche Unterstützung mit Personal und Spezialfahrzeugen kam aus dem Landkreis St. Wendel und dem Saarpfalz-Kreis. Auch Kräfte des Katastrophenschutzes aus den Landkreisen Neunkirchen und St. Wendel waren am Einsatz beteiligt.

Um einen besseren Überblick über die weitläufige Einsatzstelle und die Ausbreitung des Feuers zu erhalten, wurden mehrere Drohneneinheiten eingesetzt. Ihre Aufnahmen halfen der Einsatzleitung bei der Beurteilung der Situation und bei der Koordination der vielen Kräfte. Nach stundenlangen Löscharbeiten zeigten die Maßnahmen erste Erfolge. Den Einsatzkräften gelang es, eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes zu stoppen. Dennoch blieb die Situation angespannt und erforderte weiterhin einen hohen Personaleinsatz und Materialaufwand.

Während der Löscharbeiten mussten ein nahegelegener Camping- oder Wohnwagenstellplatz sowie ein unmittelbar angrenzendes Restaurant mit Unterstützung der Polizei vorsorglich evakuiert werden. Die starke Rauchentwicklung und die hohen Temperaturen forderten auch den Einsatzkräften viel ab. Mehrere Feuerwehrleute mussten vom Rettungsdienst medizinisch versorgt werden. Ein Einsatzkraft wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnung an die Bevölkerung herausgegeben. Die Bürger wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten und den Bereich um die Einsatzstelle großräumig zu meiden. Die Rauchwolke war weit über die Grenzen des Landkreises hinaus sichtbar.

Die B420 sowie die Zufahrt zum Wingertsweiher mussten während der Löscharbeiten vollständig gesperrt werden.

Mit Einbruch der Dunkelheit wurde der Einsatz unvermindert fortgesetzt. Das Technische Hilfswerk wurde hinzugezogen, um die weiträumige Einsatzstelle zu beleuchten und sichere Arbeitsbedingungen während der Nacht zu schaffen. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte bei der medizinischen Versorgung und Verpflegung der vielen Einsatzkräfte. Die ganze Nacht hindurch hielten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Immer wieder mussten Glutnester aufgespürt und gelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern. Am frühen Freitagmorgen wurden die Arbeiten mit schwerem Gerät und Unterstützung des Saar-Forst fortgesetzt. Die Suche und Bekämpfung versteckter Glutnester dauerte noch bis in den Mittag an.

Aufgrund des großen öffentlichen und medialen Interesses wurde außerdem der Fachzug Presse- und Medienarbeit des Landkreises Neunkirchen alarmiert und in die Einsatzorganisation eingebunden.

Landrat Sören Meng, Bürgermeister Holger Schäfer, Minister Reinhold Jost, Landesbrandinspekteur Timo Meyer und sein ständiger Vertreter Sebastian Quinten sowie Kreisbrandmeister Sascha Cattarius machten sich vor Ort ein Bild von der Lage und der Arbeit der Einsatzkräfte. Die Einsatzleitung übernahm Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack.

Die Löscharbeiten zogen sich bis weit in den Freitag hinein. Am heutigen Freitag, 14. August, kurz nach 14 Uhr, nach 22 Stunden, konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle schließlich an den Forst übergeben. Für die Feuerwehr war die Arbeit damit allerdings noch nicht vollständig beendet. Nach einem Einsatz dieser Größenordnung folgen umfangreiche Rückbaumaßnahmen. Kilometerlange Schlauchleitungen müssen zurückgebaut, Fahrzeuge wieder bestückt und zahlreiche Geräte, Schläuche und Ausrüstungsgegenstände gereinigt, geprüft und gewartet werden. Gleichzeitig muss die Einsatzbereitschaft für weitere Einsätze wiederhergestellt werden.

Der Waldbrand am Wingertsweiher hat allen Beteiligten viel abverlangt. Gleichzeitig hat der Einsatz gezeigt, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit über Gemeinde-, Organisations- und Landkreisgrenzen hinweg ist. Insgesamt waren 510 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst, THW, Energieversorger, Katastrophenschutz, Bauhof und Feuerwehr beteiligt.

Michael Sieslack, Kreisbrandinspekteur des Landkreises Neunkirchen bedanken sich bei allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen für die professionelle Zusammenarbeit und den hohen persönlichen Einsatz. Ein Dank gilt ebenso der Bevölkerung für das Verständnis und die Beachtung der Warnungen, Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperrungen.

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Feuerwehren des Landkreises
Neunkirchen

Andreas Kuhn
Tel: +49 (0) 156 - 7920 2654
E-Mail: fw-presse@landkreis-neunkirchen.de

Redaktioneller Hinweis: Unser Liveticker basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

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