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Saarbrücken: Erfolgreicher Einsatz gegen organisierte Rauschgiftkriminalität

Sechs Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ermittler stellten große Mengen Drogen, Waffen und Bargeld sicher.

Foto: Depositphotos

Saarbrücken / Neunkirchen / Frankenthal (ost)

Am Samstag (04.04.2026) führten Ermittler des Dezernats für Organisierte Kriminalität in der Direktion 2 (Landeskriminalamt) der Landespolizeidirektion des Saarlandes im Rahmen eines noch laufenden und umfangreichen Ermittlungsverfahrens mehrere Durchsuchungsmaßnahmen an unterschiedlichen Wohnanschriften im saarländischen Neunkirchen und im rheinland-pfälzischen Frankenthal durch.

Im Rahmen eines von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken geführten Ermittlungsverfahrens im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität durchsuchten die eingesetzten Polizeibeamten am Ostersamstag insgesamt sechs Wohnungen; drei davon in Neunkirchen/Saar (Saarland) und drei in Frankenthal (Rheinland-Pfalz).

Im Zuge der Maßnahmen nahmen die Ermittler sechs Tatverdächtige im Alter zwischen 27 und 62 Jahren (5 Männer und 1 Frau) fest. Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte umfangreiche Beweismittel sicher. Hierzu zählen unter anderem Amphetamin im mittleren zweistelligen Kilogrammbereich, mehrere Kilogramm Marihuana und Haschisch sowie eine professionelle Cannabisaufzuchtanlage. Darüber hinaus wurden mehrere Liter Amphetaminöl sichergestellt, welches zur Herstellung von Amphetamin im zweistelligen Kilobereich geeignet ist. Ebenfalls wurde eine Amphetaminküche mit entsprechender Laborausstattung festgestellt, in der das Amphetamin nach bisherigen Erkenntnissen hergestellt wurde. Außerdem wurden Schusswaffen, Hieb- und Stichwaffen sowie mehrere Tausend Euro Bargeld sichergestellt.

Am Ostersonntag (05. April 2026) erließ ein Ermittlungsrichter beim Zentralen Bereitschaftsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken Untersuchungshaftbefehle gegen alle sechs Tatverdächtigen. Diese wurden im Anschluss in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Während der Durchsuchungsmaßnahmen beschlagnahmten die Einsatzkräfte auch zwei Fahrzeuge. Eines der beiden Fahrzeuge, ein hochmotorisiertes Fahrzeug mit einer Leistung von über 500 PS, wurde nach bisherigen Erkenntnissen gezielt für den Transport von Betäubungsmitteln eingesetzt.

Weitergehende Auskünfte können zum derzeitigen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht erteilt werden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Innenminister Reinhold Jost: „Der erfolgreiche Einsatz der Polizei gegen diese organisierte Rauschgiftgruppe zeigt: Wir handeln konsequent gegen kriminelle Netzwerke. Die sichergestellten Drogen, Waffen und Produktionsanlagen machen die Gefährlichkeit deutlich. Mein Dank gilt den Einsatzkräften für ihre professionelle Arbeit.“

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Saarland für 2022/2023

Die Drogenraten in Saarland zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 2983 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur 2935 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 2811 auf 2725 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 2538 auf 2445, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2133 auf 2102 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 405 auf 343 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 564 auf 624. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.983 2.935
Anzahl der aufgeklärten Fälle 2.811 2.725
Anzahl der Verdächtigen 2.538 2.445
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.133 2.102
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 405 343
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 564 624

Quelle: Bundeskriminalamt

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