Einsatzkräfte der FKS und Gendarmerie Nationale führen Durchsuchungen wegen Verdacht auf Arbeitsentgeltveruntreuung durch.
Saarbrücken: Grenzüberschreitender Einsatz im Saarland und Frankreich

Saarbrücken (ost)
Früh am Morgen des 17. Juni 2026 haben Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Saarbrücken zusammen mit der Gendarmerie Nationale mehrere Durchsuchungen im Saarland und in angrenzenden Frankreich durchgeführt.
Die grenzüberschreitenden Maßnahmen erfolgten aufgrund von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen des Verdachts auf Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in der Pflegebranche. Die Verdächtigen sollen hauptsächlich osteuropäische Pflegekräfte zur häuslichen Pflege vermittelt haben, wobei die tatsächlichen täglichen Arbeitszeiten die vertraglich vereinbarten und bei der Sozialversicherung gemeldeten Arbeitszeiten deutlich überschritten haben sollen.
Die Aktionen wurden gemeinsam mit den Beamten der Gendarmerie Nationale, Brigade territoriale autonome (BTA) Behren-lès-Forbach durchgeführt. Während der Durchsuchungen konnten eine 46-jährige rumänische Staatsbürgerin und ein 59-jähriger deutscher Staatsbürger aufgrund zuvor erlassener Europäischer Haftbefehle festgenommen werden.
Die Verdächtigen werden derzeit den französischen Justizbehörden vorgeführt. Die weiteren gerichtlichen Entscheidungen sowie ein mögliches Auslieferungsverfahren liegen im Zuständigkeitsbereich der französischen Behörden und der Staatsanwaltschaft Saarbrücken.
Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Insgesamt waren 52 Beamte der Gendarmerie Nationale, der Staatsanwaltschaft Saarbrücken und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Saarbrücken an den Maßnahmen beteiligt.
Die Ermittlungen dauern an, aus taktischen Gründen können derzeit keine weiteren Informationen zum Verfahren veröffentlicht werden.
Quelle: Presseportal








