Betrugsstraftat in Saarbrücken: Unbekannter erlangt Kontodaten und hebt Bargeld in Bochum ab.
Saarbrücken: Polizei fahndet nach Tatverdächtigem

Saarbrücken/Bochum (ost)
Saarbrücken/Bochum. Im Herbst des vergangenen Jahres wurden die Kontodaten einer Geschädigten aus Saarbrücken von einer bisher unbekannten Person erlangt. Daraufhin kam es zu mehreren Bargeldabhebungen in Bochum unter Verwendung dieser Daten. Die saarländische Polizei bittet nun die Bevölkerung um Unterstützung anhand von Aufnahmen eines Tatverdächtigen.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gab sich am 21.10.2024 ein bisher unbekannter Täter am Telefon gegenüber der 48-jährigen Frau als Mitarbeiter einer Bank aus. Im Verlauf des Gesprächs gab die spätere Geschädigte aus dem Regionalverband Saarbrücken aufgrund geschickter Gesprächsführung sensible Kontodaten preis.
Mit diesen Daten erstellte der Täter Kopien der Bankkarte und tätigte unberechtigte Bargeldabhebungen in verschiedenen Banken im Stadtgebiet Bochum. Insgesamt entstand ein Schaden im fünfstelligen Bereich.
Bei einer der Abhebungen wurde der Tatverdächtige von Überwachungskameras aufgezeichnet. Nach Erlass eines entsprechenden Beschlusses durch einen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Saarbrücken wenden sich die Ermittler des Dezernats LPD 243 Dezentrale Vermögenskriminalität und Cybercrime nun mit diesen Aufnahmen an die Öffentlichkeit.
Personen, die Informationen zur Identität der abgebildeten Person haben, werden gebeten, sich während der üblichen Bürozeiten unter der Rufnummer 0681/9321-825 an das Dezernat LPD 243 Dezentrale Vermögenskriminalität und Cybercrime zu wenden. Außerhalb der Bürozeiten kann man sich unter der Rufnummer 0681/962-2133 an den Kriminaldauerdienst in Saarbrücken oder an jede andere Polizeidienststelle wenden. Auch die Onlinewache der Landespolizeidirektion (www.onlinewache.saarland.de) kann für die Hinweisübermittlung genutzt werden.
Die Ermittlungen sind noch im Gange.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Saarland für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Saarland zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 1167 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur 1112 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch ähnlich mit 578 im Jahr 2022 und 576 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 341 im Jahr 2022 auf 386 im Jahr 2023. Davon waren 214 männliche Verdächtige, 127 weibliche Verdächtige und 75 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.167 | 1.112 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 578 | 576 |
| Anzahl der Verdächtigen | 341 | 386 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 214 | 255 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 127 | 131 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 75 | 102 |
Quelle: Bundeskriminalamt








