Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Saarbrücken: Telefonbetrüger im Visier der Polizei

Im Februar überwies ein Mann fünfstellige Summe an Geldboten, der sich als Enkel ausgab. Polizei sucht mit Lichtbildern nach Verdächtigem.

Quelle: Polizei
Foto: Presseportal.de

Saarbrücken (ost)

Im Februar dieses Jahres wurde ein 76-jähriger Mann aus dem Regionalverband Saarbrücken von Telefonbetrügern kontaktiert. Er glaubte fest daran, dass er seinem Enkelsohn helfen konnte, einer längeren Haftstrafe zu entgehen, und übergab einem Geldboten einen mittleren fünfstelligen Bargeldbetrag. Die saarländische Polizei sucht nun nach dem Geldboten anhand von Lichtbildern.

Im Februar gab sich ein Anrufer als Enkel des 76-jährigen Mannes aus dem Regionalverband Saarbrücken aus und erklärte unter Tränen, dass er in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt war. Der Anrufer behauptete auch, dass er eine Kaution hinterlegen müsse. Das ahnungslose Opfer übergab daraufhin einem angeblichen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft die geforderte Summe, nachdem es vom Anruf schockiert war. Der Geldbote wurde bei der Geldübergabe gefilmt.

Die saarländische Polizei sucht nun anhand dieser Bilder nach der Person und bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Personen, die die abgebildete Person auf den Lichtbildern erkennen oder mögliche Zeugen, die Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0681/962-2133 an den Kriminaldauerdienst oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden. Zur Übermittlung von Hinweisen kann auch die Onlinewache des Landespolizeipräsidiums genutzt werden (www.onlinewache.saarland.de).

Das Landespolizeipräsidium des Saarlandes warnt erneut vor betrügerischen Anrufen! Mit den folgenden Tipps können Sie sich schützen:

Weitere Informationen zu Enkeltrick, Schockanrufen und anderen Betrugsmaschen finden Sie im Internet unter www.polizei.saarland.de.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Saarland für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Saarland zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 1167 Fälle registriert, wobei 578 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 341 Verdächtige, darunter 214 Männer, 127 Frauen und 75 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 1112 Fälle registriert, von denen 576 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 386, darunter 255 Männer, 131 Frauen und 102 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.167 1.112
Anzahl der aufgeklärten Fälle 578 576
Anzahl der Verdächtigen 341 386
Anzahl der männlichen Verdächtigen 214 255
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 127 131
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 75 102

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24