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Telefonbetrug: Festnahme und Warnung

Polizei warnt vor Betrugsmaschen und gibt Verhaltenshinweise!

Foto: Depositphotos

Saarbrücken (ost)

Am gestrigen Tag (15. Oktober 2025) wurden Betrüger über das Festnetztelefon mit einem 81-jährigen Mann im Saarbrücker Raum in Kontakt gebracht. Sie gaben vor, Polizeibeamter und Staatsanwalt zu sein und behaupteten, dass seine Tochter in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt sei und sich in Haft befinde. Um sie angeblich freizulassen, verlangten die Anrufer eine Kaution von 45.000 Euro.

Da der Mann angab, kein Bargeld zu besitzen, forderten die Täter ihn auf, stattdessen seine wertvollen Münzen für die Abholung bereitzustellen. Ein Kurier sollte diese im Namen der vermeintlichen Behörden abholen.

Die Ermittler erkannten die laufende Tat frühzeitig und konnten den Abholer beim Versuch der Übergabe vorläufig festnehmen.

Der 29-jährige Mann wird heute (16. Oktober 2025) dem Amtsgericht Saarbrücken vorgeführt, um über die Rechtmäßigkeit der vorläufigen Festnahme und die Prüfung der Voraussetzungen für die Untersuchungshaft zu entscheiden.

Ebenfalls am 15. Oktober 2025 wurde eine 80-jährige Seniorin im Neunkircher Raum Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Eine unbekannte Täterin gab sich am Telefon als ihre Tochter aus und behauptete, in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt zu sein. Kurz darauf meldete sich ein angeblicher Anwalt und forderte eine Kaution.

Die Seniorin übergab später Bargeld und Schmuck im Gesamtwert eines höheren fünfstelligen Betrags an eine bisher unbekannte Frau an ihrer Haustür. Erst nach einem persönlichen Gespräch mit ihrer tatsächlichen Tochter erkannte sie den Betrug und alarmierte die Polizei.

Beschreibung der Abholerin:

Die Landespolizeidirektion des Saarlandes warnt erneut vor solchen betrügerischen Anrufen! Mit den folgenden Tipps können Sie sich schützen:

Weitere Informationen zu Enkeltrick, Schockanrufen und anderen Betrugsmaschen finden Sie im Internet unter www.polizei.saarland.de.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Saarland für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Saarland zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 1167 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 1112 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch relativ konstant, mit 578 gelösten Fällen im Jahr 2022 und 576 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 341 im Jahr 2022 auf 386 im Jahr 2023. Davon waren 214 männlich, 127 weiblich und 75 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.167 1.112
Anzahl der aufgeklärten Fälle 578 576
Anzahl der Verdächtigen 341 386
Anzahl der männlichen Verdächtigen 214 255
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 127 131
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 75 102

Quelle: Bundeskriminalamt

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