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Verkehrsunfalllagebild 2025 St. Ingbert

Im Jahr 2025 gab es 1450 Verkehrsunfälle in St. Ingbert, 13,55% mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Schwerverletzten blieb annähernd gleich.

Foto: Depositphotos

St. Ingbert (ost)

Verkehrsunfalllagebild 2025 für die Stadt St. Ingbert Zusätzliche Informationen / Anmerkungen:

1. Ein rein jahresbezogener Vergleich der Unfalldaten liefert angesichts der im Landes- und Bundesvergleich statistisch niedrigen Unfallzahlen nur eine begrenzte Aussage über den aktuellen Stand der Verkehrssicherheit in St. Ingbert.

2. Im vergangenen Jahr gab es zum Glück keine tödlich verletzten Personen bei Verkehrsunfällen (und deren Folgen). In den Jahren 2022 und 2023 verloren bedauerlicherweise jeweils eine Person im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion St. Ingbert ihr Leben und 2024 drei Personen bei einem Verkehrsunfall (2021 und 2020 keine getötete Person).

3. Im Jahr 2025 gab es insgesamt 1450 Verkehrsunfälle in St. Ingbert, was mit 173 rund 13,55 % mehr ist als in 2024. Angesichts des relativ niedrigen Wertes könnte man die Gesamtunfallzahlen in St. Ingbert also als leicht steigend bezeichnen.

4. In der Polizeiinspektion St. Ingbert gab es bei 139 Unfällen (im Vorjahr 120) insgesamt 191 Verunglückte (Vorjahr: 166). Die Anzahl der Schwerverletzten blieb mit 25 nahezu gleich (Vorjahr 26). Die Anzahl der Leichtverletzten stieg von 137 im Jahr 2024 auf 166 um 21,17 %.

5. Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss und Drogen ist glücklicherweise um 23,53 % von 34 auf 26 gesunken.

6. Im Jahr 2024 waren die 55-64-Jährigen zusammen mit den 25-34-Jährigen mit jeweils 28 Personenschaden verursachenden Verkehrsunfällen an der Spitze. Gefolgt von der Altersgruppe der 45-54-Jährigen mit 19 Verkehrsunfällen.

7. Wie in den Vorjahren liegen die häufigsten Unfallursachen in den Bereichen: Zu geringer Sicherheitsabstand, Geschwindigkeit, Vorfahrt, sowie Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren.

8. Im Bereich der Polizeiinspektion St. Ingbert gab es 391 Unfallfluchten (2024: 316), von denen 121 aufgeklärt wurden (2024: 114).

9. Die Analyse der polizeilichen Verkehrsunfalldaten wird jährlich zentral für das gesamte Saarland in der Landespolizeidirektion durchgeführt.

Eine abschließende Bewertung durch die Örtliche Verkehrsunfallkommission kann erst erfolgen, wenn die tatsächliche Auswertung der unfallstatistischen, ortsbezogenen Daten vorliegt. Dennoch stehen die Straßenverkehrsbehörde der Stadt und die Polizeiinspektion St. Ingbert unabhängig von Verkehrszählungen in einem kontinuierlichen Austausch, um potenzielle Auffälligkeiten im öffentlichen Verkehrsraum frühzeitig zu erkennen und Gefahrensituationen entgegenzuwirken.

Es wird davon ausgegangen, dass sich durch die neue Verkehrsführung in der Kohlenstraße zwei Unfallschwerpunkte der Vorjahre im innerstädtischen Bereich erledigt haben. An der Einmündung Ludwigstraße / Kohlenstraße / Josefstaler Straße kam es zu einer Häufung von Verkehrsunfällen zwischen Linksabbiegern aus der Ludwigstraße in die Kohlenstraße und dem dort querenden Fußgängerverkehr. Ebenso wurden an der Kreuzung St. Barbara Straße / Rickertstraße / Kohlenstraße Konflikte zwischen dem Verkehr aus der St. Barbara Straße und dem Linksabbiegerverkehr aus der Rickertstraße verzeichnet.

Diese Verkehrs-Konflikt-Beziehungen gibt es durch die neue Verkehrsführung nun nicht mehr oder sie wurde durch neue Regelungen der Fahrbeziehungen der Lichtzeichenanlagenschaltungen entschärft.

Durch die neuen Verkehrsführungen und die Gegenläufigkeit der Kohlenstraße konnte bisher KEINE Häufung von Verkehrsunfällen oder ein erhöhtes Konfliktpotential festgestellt werden.

i.A.

Torsten Towae

Erster Polizeihauptkommissar Leiter der Polizeiinspektion St. Ingbert

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Saarland für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Saarland insgesamt 99415 Verkehrsunfälle. Davon waren 13027 Unfälle mit Personenschaden, was 13.1% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 3546 Unfälle aus, was 3.57% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 714 Fällen registriert, was 0.72% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 82128 Fälle, was 82.61% entspricht. Innerorts gab es 11666 Unfälle (11.73%), außerorts (ohne Autobahnen) 3709 Unfälle (3.73%) und auf Autobahnen 1009 Unfälle (1.01%). Insgesamt gab es 187 Getötete, 3408 Schwerverletzte und 12789 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 99.415
Unfälle mit Personenschaden 13.027
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 3.546
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 714
Übrige Sachschadensunfälle 82.128
Ortslage – innerorts 11.666
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 3.709
Ortslage – auf Autobahnen 1.009
Getötete 187
Schwerverletzte 3.408
Leichtverletzte 12.789

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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