Eine Zugbegleiterin wurde in einer Regionalbahn angegriffen, nachdem sie einen Raucher auf das Rauchverbot hingewiesen hatte. Der aggressive Mann verletzte die Frau, wurde festgehalten und in Haft genommen.
Angriff auf Zugbegleiterin: Tatverdächtiger in Haft

Köthen (Anhalt) (ost)
Am Montag, dem 15. Juni 2026, erhielt die Bundespolizei um 17:25 Uhr Kenntnis von einem physischen Angriff auf eine Zugbegleiterin in einem Regionalzug auf dem Weg von Dessau nach Aschersleben. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Bahnhofs Köthen. Nach bisherigen Informationen führte die Zugbegleiterin eine Fahrkartenkontrolle durch und bemerkte dabei, dass ein 36-jähriger Reisender im Zug rauchte. Als sie ihn auf das bestehende Rauchverbot hinwies, reagierte der Mann aggressiv. Zuerst drückte er seine glühende Zigarette an der Dienstjacke der Bahnangestellten aus. Danach schlug er der Frau mehrmals ins Gesicht. Dabei wurde ihre Brille beschädigt. Die 46-Jährige erlitt sichtbare Verletzungen im Gesicht und beendete ihren Dienst nach dem Vorfall. Mehrere Passagiere griffen ein, hielten den Mann fest, bis die Einsatzkräfte eintrafen, und verhinderten weitere Übergriffe. Beamte der Bundes- und Landespolizei nahmen den Tatverdächtigen am Bahnhof Köthen fest. Während der polizeilichen Maßnahmen zeigte sich der Beschuldigte weiterhin äußerst aggressiv. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,36 Promille. Der Mann griff auch die Beamten körperlich an, bedrohte sie und beleidigte sie mehrmals. Zum Glück wurde niemand verletzt. Gegen den Deutschen wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Erschleichen von Leistungen, Hausfriedensbruch, tätlichem Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung eingeleitet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dessau wurde der Tatverdächtige bereits am nächsten Tag einem Richter am Amtsgericht Dessau vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl für die Hauptverhandlung, um die zeitnahe Durchführung des Strafverfahrens sicherzustellen. Anschließend wurde der Beschuldigte von Einsatzkräften der Bundespolizei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal








