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Bahnhof Dresden-Neustadt: Einsatzreiches Wochenende in Dresden

Die Bundespolizeiinspektion Dresden zog Bilanz über ein intensives Wochenende mit Festnahmen, Sicherstellung von Waffen und Drogen sowie Einsätzen bei Bedrohungen und Körperverletzungen im Hauptbahnhof.

Foto: Depositphotos

Dresden (ost)

Die Bundespolizeiinspektion Dresden war vom 22. bis 25. Mai 2026 sehr aktiv. Neben mehreren Festnahmen und der Sicherstellung von Waffen und Drogen mussten die Einsatzkräfte auch bei einer Bedrohung im Zug sowie einer Körperverletzung im Hauptbahnhof eingreifen.

Am Freitagmorgen (22.05.2026) haben Beamte in einem Einreisezug aus Prag einen vermeintlichen Belgier (40) kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Kosovaren handelte, gegen den ein internationaler Haftbefehl aus Belgien wegen schweren Raubes vorlag. Der Mann wurde mit gefälschten Dokumenten erwischt und nach der Vorführung beim Haftrichter in die JVA Dresden gebracht.

Auch im Zug aus Prag wurde am Samstagvormittag (23.05.2026) ein Tscheche (31) entdeckt, der ein verbotenes Einhandmesser griffbereit im Rucksack hatte. Das Messer wurde beschlagnahmt, und es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

In der Nacht zu Samstag (24.05.2026) trafen die Einsatzkräfte am Haltepunkt Dresden-Industriegelände auf eine Gruppe von Personen im Gleisbereich. Bei einem Deutschen (34) lagen zwei Haftbefehle und sechs Aufenthaltsermittlungen vor. Da er eine Geldstrafe von 560,00 Euro wegen Trunkenheit im Verkehr und Erschleichens von Leistungen nicht begleichen konnte, trat er eine 32-tägige Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Dresden an. Zudem hatte er Crystal Meth bei sich.

Am Sonntagmittag (24.05.2026) manipulierte ein 64-jähriger Deutscher in einer Regionalbahn aus Leipzig mit einem Messer, schnitt seine Kleidung auf und entblößte seinen Oberkörper. Als ein Mitreisender (33) ihn auf das Verbot von Feuerzeugen im Zug hinwies, bedrohte und beleidigte ihn der Mann („Halt die Schnauze, sonst hau ich dir auf die Fresse“). Bundespolizisten nahmen den Täter am Bahnhof Dresden-Neustadt fest. Messer und Werkzeuge wurden konfisziert.

Am späten Sonntagabend (22:50 Uhr) kam es am Wiener Platz vor dem Hauptbahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei ukrainischen Jugendlichen. Eine 16-Jährige hatte Videos für eine Social-Media-Plattform gedreht, woraufhin eine 17-Jährige sie aggressiv aufforderte, dies zu unterlassen. Die 17-Jährige stürzte bei dem folgenden Streit und verletzte sich leicht. Der Vorfall wurde an die Landespolizei Sachsen übergeben.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Sachsen für 2022/2023

Die Räuberieraten in Sachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1473 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2023 bereits 1874 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1016 auf 1299. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 1246 auf 1498, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 1130 auf 1347 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 116 auf 151 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 534 auf 669. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.473 1.874
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.016 1.299
Anzahl der Verdächtigen 1.246 1.498
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.130 1.347
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 116 151
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 534 669

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24