Die Bundespolizei griff ein, nachdem ein 33-Jähriger mehrere Übergriffe begangen hatte und eine Cliptüte mit Crystal Meth gefunden wurde.
Bahnhof Dresden-Neustadt: Verhaftung nach Körperverletzungen und Drogendelikt an Dresdner Bahnhöfen

Dresden (ost)
Am gestrigen Dienstag, dem 12. Mai 2026, ereigneten sich in der Gegend der Bahnhöfe Dresden-Neustadt und Dresden Hauptbahnhof sowie in einem Regionalzug körperliche Übergriffe durch einen 33-jährigen Mann. Außerdem musste die Bundespolizei bei einem gewaltsamen Vorfall zwischen zwei weiteren Männern einschreiten.
Um 19:45 Uhr sprach ein Zeuge eine Streife der Bundespolizei am Hauptbahnhof Dresden an. Seine Ehefrau war kurz zuvor vor einer Drogerie von einem Unbekannten angegriffen worden. Der Mann hatte so stark an ihrem Rucksack gezogen, dass die Frau nur durch einen Ausfallschritt einen Sturz verhindern konnte.
Während der sofortigen Fahndung wies eine Zugbegleiterin auf eine aggressiv auftretende Person hin, die Reisende belästigte. Die Beamten identifizierten einen 33-jährigen Deutschen. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Polizisten eine Cliptüte mit einer kleinen Menge Crystal Meth.
Durch die Auswertung von Videomaterial und weiteren Zeugenberichten konnten dem Mann weitere Taten am selben Tag zugeordnet werden:
Dresden-Neustadt (ca. 17:45 Uhr): Der Beschuldigte zog einer 29-jährigen Frau am Bahnsteig 1 unvermittelt an den Haaren. Ein unbekannter Zeuge kam der Frau zu Hilfe.
Regionalexpress RE 50 (ca. 17:10 – 17:25 Uhr): Es besteht der dringende Verdacht, dass der 33-jährige bereits auf der Fahrt von Leipzig nach Dresden mehrere Frauen tätlich angriff, unter anderem durch Haareziehen und Tritte.
Gegen den polizeibekannten Mann wurden Ermittlungsverfahren wegen mehrfacher Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.
Zeugenaufruf:
Die Bundespolizei bittet Reisende, die am 12.05.2026 zwischen 17:10 Uhr und 17:30 Uhr im RE 50 (Leipzig-Dresden) oder am Bahnhof Dresden-Neustadt Zeuge von Übergriffen wurden oder selbst geschädigt sind, sich zu melden. Insbesondere der unbekannte Helfer von Bahnsteig 1 im Bahnhof Dresden-Neustadt wird gebeten, Kontakt mit der Bundespolizei aufzunehmen.
Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Dresden unter der Rufnummer 0351 / 81502 – 0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Zudem kam es bereits am späten Nachmittag, gegen 17:40 Uhr, an der Bayrischen Straße zu einer Auseinandersetzung. Ein 45-jähriger polnischer Staatsangehöriger schlug nach ersten Erkenntnissen mit einer Glasflasche auf einen 46-jährigen Tschechen ein. Beim Eintreffen einer Streife hatten Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn die Kontrahenten bereits getrennt. Der 46-jährige Geschädigte erlitt Verletzungen im Gesicht und wurde vor Ort von Rettungskräften medizinisch versorgt. Auch der Angreifer wies leichte Verletzungen auf. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle registriert, wovon 11994 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 10753, wobei 9174 männliche und 1579 weibliche Verdächtige waren. 2636 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 12834 Fälle von Drogenkriminalität verzeichnet, wovon 11702 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 10321, wobei 8806 männlich und 1515 weiblich waren. 2907 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 13.353 | 12.834 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 11.994 | 11.702 |
| Anzahl der Verdächtigen | 10.753 | 10.321 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 9.174 | 8.806 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.579 | 1.515 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.636 | 2.907 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Sachsen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Sachsen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 69.325 Unfälle. Davon waren 7.684 Unfälle mit Personenschaden, was 11,08% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 997 Fälle aus, was 1,44% entspricht. 447 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,64% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 60.197 Fälle, was 86,83% ausmacht. Innerorts gab es 6.069 Unfälle (8,75%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.922 Unfälle (4,21%) und auf Autobahnen 918 Unfälle (1,32%). Insgesamt gab es 130 Getötete, 1.757 Schwerverletzte und 8.022 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 69.325 |
| Unfälle mit Personenschaden | 7.684 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 997 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 447 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 60.197 |
| Ortslage – innerorts | 6.069 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.922 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 918 |
| Getötete | 130 |
| Schwerverletzte | 1.757 |
| Leichtverletzte | 8.022 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








