Die Bundespolizei reagierte schnell auf den Vorfall, bei dem ein Zugbegleiter bedroht wurde. Der Tatverdächtige zeigte Anzeichen von Drogenkonsum.
Bedrohung am Hauptbahnhof Halle – Tatverdächtiger gestellt

Halle (Saale) (ost)
Früh am Mittwochmorgen, dem 18. Februar 2026, ereignete sich am Hauptbahnhof Halle (Saale) ein Vorfall, der einen Einsatz der Bundespolizei auslöste, nachdem ein Fahrgast einen Zugbegleiter bedroht haben soll. Um 05:15 Uhr informierte der betroffene Bahnangestellte telefonisch die Bundespolizeiwache in Halle (Saale) und bat um Hilfe. Er gab an, dass er zuvor auf Bahnsteig 11 von einem Fahrgast mit einem scharfen Gegenstand bedroht worden sei. Eine sofort entsandte Streife der Bundespolizei konnte zunächst keine Person mehr am Ort des Geschehens finden, begann jedoch sofort mit einer Nahbereichsfahndung. Dabei trafen die Einsatzkräfte den verdächtigen Mann kurze Zeit später auf dem Bahnhofsvorplatz in der Nähe einer Bäckerei an und brachten ihn daraufhin zur Dienststelle. Bei der anschließenden Durchsuchung wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden. Der 26-Jährige zeigte jedoch deutliche Anzeichen von möglichem Drogenkonsum. Ein durchgeführter Drogenschnelltest reagierte positiv auf verschiedene Substanzen. Der Marokkaner verweigerte einen Atemalkoholtest und blieb weiterhin unkooperativ gegenüber den Bundespolizisten. Nach bisherigen Informationen war der Zugbegleiter zuvor mit einem Regionalzug, in dem sich bereits der Tatverdächtige befand, aus Halberstadt am Hauptbahnhof Halle (Saale) angekommen. Nach Aufforderung des Zugbegleiters, den Zug zu verlassen, soll der Fahrgast ihn auf dem Bahnsteig verfolgt und trotz mehrfacher Aufforderung keinen Abstand gehalten haben. Dies führte zu einem kurzen Handgemenge zwischen den Beteiligten. Anschließend soll der Verdächtige einen silberfarbenen scharfen Gegenstand, vermutlich ein Messer oder eine Nagelfeile, gezogen und in Richtung des Zugbegleiters gehalten haben. Zudem äußerte er eine Drohgebärde. Daraufhin zog sich der Bahnmitarbeiter in den Zug zurück und schloss die Türen. Danach brach er seinen Dienst ab. Gegen den Tatverdächtigen wird nun ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Körperverletzung und Bedrohung eingeleitet.
Quelle: Presseportal








