Magdeburger Zöllner stoppen Schmuggel von Marihuana und Ecstasy. Insassen flüchten, verursachen Unfall im Landkreis Teltow-Fläming.
Berlin: Drogentransport auf der A 2 endet nach Verfolgungsjagd mit Totalschaden

Magdeburg (ost)
Rund 1,1 kg Marihuana und 400 Gramm Ecstasy wurden durch Magdeburger Zöllnerinnen und Zöllner bei einer Kontrolle auf der Bundesautobahn 2 bei Magdeburg festgestellt. Die Insassen des Fahrzeugs lieferten sich eine Verfolgungsjagd mit Zoll und Polizei bis in den Landkreis Teltow-Fläming im Bundesland Brandenburg. Dort verunfallte der PKW und erlitt einen Totalschaden.
Am Donnerstag, den 15. Januar 2026 fiel den Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Magdeburg ein Fahrzeug mit amtlichen polnischen Kennzeichen auf. Der Volvo war mit zwei männlichen Personen besetzt und befand sich auf der BAB 2 bei Magdeburg in Fahrtrichtung Berlin.
„Als die Fahrzeuginsassen das Interesse der Zöllner am Fahrzeug bemerkten, versuchten sie sich der anstehenden Kontrolle mit enormer Geschwindigkeit und unter Missachtung einer Vielzahl von Verkehrsregeln zu entziehen. So nutzten sie beispielsweise die Auf- und Abfahrten der Autobahn entgegen der Fahrtrichtung, ignorierten rote Ampeln und nutzten den Standstreifen zum Überholen. Die Autobahn wurde zum Teil verlassen und wieder befahren.“ teilt Sebastian Schultz, Pressesprecher des Hauptzollamts Magdeburg mit.
Während der Verfolgungsjagd warfen die Flüchtenden auf der Bundesstraße B 189 eine Stofftasche aus dem fahrenden Auto. Die Tasche blieb am Straßenrand liegen und wurde durch die Zollbeamten sichergestellt. Darin konnten rund 1,1 kg Marihuana und 400 Gramm Ecstasy-Pillen festgestellt werden.
„Trotz hinzugezogener Einsatzfahrzeuge des Zolls konnte der Volvo zunächst flüchten. Jedoch wurde zwischenzeitig die Landespolizei Brandenburg aufgrund der letzten bekannten Fahrtrichtung des Fahrzeugs über die Flüchtigen informiert. Diese konnten den PKW circa eine Stunde später abseits der Autobahn 9 im Landkreis Potsdam-Mittelmark feststellen. Jedoch entzogen sich die Schmuggler auch hier der Kontrolle und flüchteten mit zum Teil hoher Geschwindigkeit vor der Polizei.“ so Schultz weiter.
In der Nähe von Jüterborg im Landkreis Teltow-Fläming (Bundesland Brandenburg) endete die Fahrt der beiden Männer jedoch endgültig. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit kollidierten sie mit einem Zugangstor zu einem Firmengelände. Das schwere Metalltor wurde dabei sogar aus seiner Verankerung gerissen und der PKW erlitt einen Totalschaden. Beide Männer wurden durch die Polizei vorläufig festgenommen. Der Fahrer wurde aufgrund seiner Verletzungen zur weiteren Behandlung durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht.
Neben den Verstößen im Straßenverkehr müssen sich die beiden polnischen Staatsangehörigen auch wegen des Verdachts des Bannbruchs aufgrund von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und des Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis verantworten. Ein entsprechendes Strafverfahren wurde eingeleitet und die Betäubungsmittel, mehrere Mobiltelefone sowie das genutzte Fahrzeug sichergestellt.
Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Hannover übernommen. Beide Personen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen-Anhalt für 2022/2023
Die Drogenraten in Sachsen-Anhalt zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 9258 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 8652 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 8623 auf 8055. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich von 7615 auf 7052, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 6417 auf 5949 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1198 auf 1103 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 956 auf 1244. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten gemeldeten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.258 | 8.652 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 8.623 | 8.055 |
| Anzahl der Verdächtigen | 7.615 | 7.052 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 6.417 | 5.949 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.198 | 1.103 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 956 | 1.244 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Sachsen-Anhalt für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Sachsen-Anhalt im Jahr 2023 zeigt insgesamt 88.757 Unfälle. Davon endeten 12.316 Unfälle mit Personenschaden, was 13,88% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2.044 Unfälle aus, was 2,3% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren bei 424 Unfällen zu verzeichnen, was einem Anteil von 0,48% entspricht. Der Großteil der Unfälle, nämlich 73.973, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 83,34% entspricht. Innerorts ereigneten sich 10.077 Unfälle (11,35%), außerorts (ohne Autobahnen) 4.238 Unfälle (4,77%) und auf Autobahnen 1.040 Unfälle (1,17%). Insgesamt gab es 90 Getötete, 1.822 Schwerverletzte und 13.443 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 88.757 |
| Unfälle mit Personenschaden | 12.316 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 2.044 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 424 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 73.973 |
| Ortslage – innerorts | 10.077 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 4.238 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 1.040 |
| Getötete | 90 |
| Schwerverletzte | 1.822 |
| Leichtverletzte | 13.443 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








