Ein 32-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen, nachdem er einen Mann mit einer Schusswaffe bedroht hatte. Die Polizei fand eine Gasdruckwaffe in der Nähe des Tatorts.
Dresden: Bedrohung mit Schusswaffe, Festnahme nach Angriff am Dresdner Hauptbahnhof

Dresden (ost)
Am letzten Wochenende wurde ein 32-jähriger Verdächtiger am Hauptbahnhof Dresden von der Bundespolizei festgenommen. Ein Mann erkannte ihn wieder, den er angeblich bereits am Vortag angegriffen hatte.
Am Samstagabend gegen 19:00 Uhr sprach ein 31-jähriger Libanese eine Streife der Bundespolizei am Wiener Platz an. Er behauptete, gerade geschlagen und mit Pfefferspray angegriffen worden zu sein. Außerdem sagte er, dass der Täter ein Messer bei sich hatte. Eine sofortige Suche in der Umgebung der Prager Straße durch die Bundes- und Landespolizei verlief jedoch erfolglos.
Am Sonntag um 17:05 Uhr erschien der 31-Jährige erneut auf der Wache am Hauptbahnhof. Er gab an, den Angreifer vom Vortag in einer Gruppe auf dem Wiener Platz erkannt zu haben.
Der Zeuge sagte aus, dass der Verdächtige seine Jacke geöffnet und eine Schusswaffe gezeigt habe, die er in seinem Hosenbund trug, als er das Opfer bemerkte. Er habe die Waffe kurz gezogen und dann wieder versteckt.
Daraufhin begaben sich die Beamten mit dem Opfer zum Wiener Platz. Dort wurde eine Person identifiziert, auf die die Beschreibung passte. Der 32-jährige Palästinenser flüchtete zunächst in Richtung Dresden-Altstadt, konnte aber in der Reitbahnstraße gestellt werden.
Bei der Durchsuchung des Mannes wurde zunächst keine Waffe gefunden. Eine Suche in der Nähe war jedoch erfolgreich: In einem Laubhaufen fanden die Beamten eine Glock-Schusswaffe. Es handelte sich um eine unmarkierte Gasdruckwaffe.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte gegen 19:20 Uhr an die sächsische Polizei übergeben.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Sachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Sachsen blieben zwischen 2022 und 2023 konstant, wobei jeweils 84 Fälle registriert wurden. Die Aufklärungsquote ging jedoch von 100% auf 97,6% zurück, wobei die Anzahl der Verdächtigen von 97 auf 94 sank. Davon waren 84 männlich, 10 weiblich und 42 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 84 | 84 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 84 | 82 |
| Anzahl der Verdächtigen | 97 | 94 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 84 | 84 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 13 | 10 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 41 | 42 |
Quelle: Bundeskriminalamt








