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Dresden: Bedrohungsversuch am Wiener Platz

Bundespolizei stoppt Einschüchterung und findet Drogen in Unterwäsche versteckt.

Foto: Depositphotos

Dresden (ost)

Am Samstagnachmittag (07.03.2026) gegen 17:40 Uhr unterband eine Streife der Bundespolizei am Dresdner Hauptbahnhof einen mutmaßlichen Bedrohungsversuch und stellte dabei verkaufsfertige Drogen sicher.

Die Beamten bestreiften den Hauptbahnhof im Bereich des Wiener Platz, als sie auf zwei junge Männer aufmerksam wurden. Ein 18-jähriger Libanese hielt einen 17-jährigen Syrer am Kragen fest und zog ihn gewaltsam an sich heran, um auf ihn einzureden. Auch als das Opfer versuchte, sich loszuwinden, ließ der Ältere nicht locker und hielt ihn am Arm fest. Erst als die Bundespolizisten sich näherten, ließ der Beschuldigte von dem Jugendlichen ab.

In der anschließenden Befragung versuchte der 18-Jährige, die Situation als „Spaß unter Bekannten“ darzustellen. Dieser Darstellung widersprach der 17-Jährige jedoch: Er gab an, den Mann gar nicht zu kennen. Der Jugendliche wirkte auf die Beamten sichtlich eingeschüchtert und verunsichert, während der Beschuldigte während der Kontrolle fortwährend auf Arabisch auf ihn einredete.

Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass beide Personen bereits wegen verschiedener Gewaltdelikte polizeilich bekannt sind. Bei der Durchsuchung des 18-jährigen Beschuldigten machten die Beamten schließlich einen brisanten Fund: In seiner Unterhose versteckt führte er eine Cliptüte mit sechs verkaufsfertig abgepackten Päckchen Cannabis sowie einen Blister mit dem verschreibungspflichtigen Medikament Pregabalin mit sich.

Aufgrund der Zuständigkeit wurde der gesamte Sachverhalt noch vor Ort an Beamte der Polizei Sachsen übergeben, die nun die weiteren Ermittlungen führen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Sachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Sachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 13353 Fälle gemeldet, wovon 11994 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 10753, wovon 9174 Männer und 1579 Frauen waren. 2636 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Jahr 2023 wurden 12834 Fälle gemeldet, wovon 11702 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 10321, wovon 8806 Männer und 1515 Frauen waren. 2907 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 13.353 12.834
Anzahl der aufgeklärten Fälle 11.994 11.702
Anzahl der Verdächtigen 10.753 10.321
Anzahl der männlichen Verdächtigen 9.174 8.806
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.579 1.515
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.636 2.907

Quelle: Bundeskriminalamt

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